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Business, Recht, Steuer

Diese Steueranreize gelten in Österreich ab 2018

Herbert Kovar ©Deloitte – Feelimage

Wien. Das Jahr 2018 bringt Steueranreize am Standort Österreich, lobt Beratungsmulti Deloitte.

Der Jahreswechsel hält für Unternehmen einige positive steuerliche Neuerungen bereit: Nicht nur hat die neue ÖVP-FPÖ-Regierung in ihrem Programm zahlreiche Änderungen angekündigt, auch in der letzten Legislaturperiode wurden unternehmerfreundliche steuerliche Neuerungen beschlossen, die nun bereits in Kraft treten.

„Zum Jahresbeginn 2018 können Unternehmen neue Steuervorteile geltend machen. Gerade innovative und investitionsfreudige Betriebe profitieren spürbar“, meint Herbert Kovar, Partner bei Deloitte Österreich.

Die wichtigsten Punkte aus seiner Sicht sind:

Erhöhung der Forschungsprämie

Der Evaluierungsbericht über die Forschungsprämie hat die positiven Wirkungen dieser Fördermaßnahme bestätigt. Daher werde diese Prämie ab 1.1.2018 von 12% auf 14% angehoben.

„Die Forschungsprämie bringt nachweislich einen wirtschaftlichen Vorteil für Österreich. Ihre Erhöhung ist ein wichtiges Signal für den Innovationsstandort“, so Kovar.

Halbierung der Flugabgabe

Jeder Flugzeughalter muss für in Österreich abfliegende Passagiere eine Flugabgabe entrichten. Ausnahmen gibt es nur bei einer Befreiung von der Abgabenpflicht, wie zum Beispiel für Passagiere unter zwei Jahren ohne eigenen Sitz, die Crew sowie bestimmte Zwischenlandungen.

Flugzeugbesitzer und Airlines können sich nun über eine steuerliche Erleichterung freuen: Mit Jahresbeginn werde die Höhe der Flugabgabe halbiert. Die Flugabgabe beträgt dann pro Passagier für die Kurzstrecke EUR 3,50, die Mittelstrecke EUR 7,50 und die Langstrecke EUR 17,50.

Inanspruchnahme der steuerfreien Risikokapitalprämie

Für Investments in innovative Start-ups kann eine steuerfreie Risikokapitalprämie in Anspruch genommen werden.

  • Investoren bekommen bis zu 20% des förderfähigen Kapitals als Zuschuss.
  • Die Obergrenze liegt bei maximal EUR 50.000,- pro Jahr.

„Laut Information der aws ist der Fördertopf noch nicht ausgeschöpft. Für Betriebe können sich hier interessante Möglichkeiten für die Kooperation mit innovativen jungen Unternehmen bieten. Das bringt nicht nur neue Impulse für das Geschäft, sondern auch steuerliche Vorteile“, so Deloitte-Steuerberater Kovar.

Fortführung der Investitionszuwachsprämie gefordert

Der Fördertopf für KMU war nach Auskunft der aws 2017 innerhalb kurzer Zeit aufgebraucht. Aktuell sind außerdem noch nicht alle Anträge bearbeitet. Daher ist nicht absehbar, ob tatsächlich alle Anträge genehmigt werden können.

„Insbesondere für die vielen KMU, die noch nicht zum Zug gekommen sind, sollte die neue Bundesregierung die notwendigen Mittel wieder zur Verfügung stellen. Im Falle der tatsächlichen Fortführung wird eine rasche Einreichung des Antrags gefordert sein. Unternehmen müssen deshalb aktuelle Entwicklungen aufmerksam beobachten“, empfiehlt Kovar.

Link: Deloitte

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