Konkursverfahren über Niki mit 153 Mio. Euro Passiva

12. Jan 2018   Business Recht

Korneuburg: Das Landesgericht Korneuburg hat das Konkursverfahren über Airline Niki als Hauptverfahren eröffnet und weicht damit vom Antrag des deutschen Insolvenzverwalters ab, meldet der KSV.

Das Landesgericht Korneuburg hat nunmehr entschieden, dass über die NIKI Luftfahrt GmbH ein Konkursverfahren in Form eines Hauptinsolvenzverfahrens eröffnet wird.

Damit weicht das Gericht vom Antrag des vorläufigen deutschen Insolvenzverwalters Lucas Flöther ab, der ein Sekundärverfahren für das Unternehmen beantragt hatte, so der KSV. Das Sekundärverfahren hätte sich auf das in Österreich befindliche Vermögen beschränkt.

Die Eckdaten

Zur Masseverwalterin wurde die Wiener Anwältin Ulla Reisch bestellt, eine Insolvenzrechtsspezialistin.

Die Allgemeine Gläubigerversammlung und Berichtstagsatzung wurde für 31.01.2018, die Prüfungstagsatzung für 28.02.2018 anberaumt. Die Anmeldefrist wurde vom Insolvenzgericht mit 14.02.2018 festgesetzt.

153 Millionen Euro Passiva

Nach Unternehmensangaben betragen die Verbindlichkeiten gegenüber ca. 200 Gläubigern 153 Mio. Euro. Damit handelt es sich um das bislang größte Insolvenzverfahren des noch jungen Jahres 2018 – gemessen an der Höhe der Passiva. Und auch im gesamten Jahr 2017 gab es kein Insolvenzverfahren mit höheren Verbindlichkeiten, so der KSV.

Link: KSV

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