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Business, Tech

10% sind an Apps von Fintechs interessiert

Wien. Die EU-Richtlinie PSD2 öffnet Bankkonten für Drittanbieter. Damit sollen neue Finanz-Apps möglich werden – doch das Interesse sei gering, so die Erste. Krokodilstränen? Schließlich prescht sie selbst vor. 

Durch die neue, europäische Richtlinie PSD2 werden Banken verpflichtet, Drittanbietern wie Fintechs Kundendaten auf deren Wunsch zur Verfügung zu stellen, wenn diese eine spezielle Finanz-App für ihr Geldleben nutzen wollen.

Die EU erhofft sich davon eine Welle neuer, innovativer Finanzprodukte und generell mehr Tempo bei Zahlungsdienstleistungen und -services: Die Zeiten sind ja noch nicht lange vorbei, als Bankmitarbeiter nicht nur in Österreich mit geruhsamen Berufsbezeichnungen wie „Bankbeamter“ versehen wurden. Nun soll endgültig die Ära der Start-ups im Finanzbereich anbrechen.

Sind 10% viel oder wenig?

Das Interesse der Österreicher an solchen Finanz-Apps von Fintechs ist allerdings gering, so die Erste Bank auf Basis aktueller Umfragen. Nur 10% der Österreicher halten sie demnach für interessant. „Wir sind die besseren Fintechs. Mit über 1,5 Millionen George-Nutzern haben wir einen deutlichen Vorsprung“, meint Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank.

George, das – laut Erste und Sparkassen – modernste Banking Österreichs, wurde vor drei Jahren in Hinblick auf die Entwicklungen rund um PSD2 konzipiert und vereine alle innovativen Elemente, die in Zeiten von Digitalisierung an modernes und mobiles Banking gestellt werden.

Außerdem sei die Plattform so gebaut, dass künftig auch Drittanbieter in George andocken können. „Damit kommen alle George-User in den Genuss Services zu nutzen, die ihnen einen echten Mehrwert bieten, ohne sich dabei auf andere Apps oder Plattformen einlassen zu müssen“, so Schaufler.

Aktuell werde gerade der Launch eines Services vorbereitet, wo gemeinsam mit einem Start-up ein in Österreich neuer Service in George integriert werden soll: Dabei können künftige Lebens-Ereignisse wie z.B. ein Autokauf oder ein Jobverlust simuliert werden und dabei wird berechnet, wie sich dadurch die eigene finanzielle Situation entwickelt.

Wertpapiere und Immobilien immer beliebter

Ebenfalls betrachtet werden von der Ersten aktuelle Zahlen zu Spar- und Konsumlaune. Die Sparlust der Österreicher hält demnach weiter an:

  • Aktuell planen 84% in den kommenden 12 Monaten eine Geldanlage. Besonders Haushalte mit einem Nettoeinkommen von über 2.000 Euro zeigen sich sparfreudig; 9 von 10 wollen in dem Zeitraum Geld anlegen (92%).
  • Unter den Top 3  Anlageformen bleiben dabei das Sparbuch (62%), der Bausparer (50%) sowie die Lebensversicherung (39%).
  • Während die klassischen Sparprodukte ein stabiles Niveau halten, ziehen immer mehr Österreicher eine Investition in Immobilen (19%/+5)  und Wertpapiere (28%/+4) in Erwägung.

„Das ist eine erfreuliche Entwicklung“, meint Schaufler: In Zeiten von Niedrigzinsen sei es wichtig, das Vermögen breit zu streuen und auch Wertpapiere in den persönlichen Anlagemix zu integrieren.

Besonderes Interesse verzeichnen dabei Aktien: jeder Siebte zieht ein Aktieninvestment in Erwägung; vor genau einem Jahr war es nur jeder Neunte. Worauf Finanzprofis übrigens hinweisen: Für die neue Ära der Finanz-Apps ist es günstig wenn die Österreicher auf gehobenere Finanzprodukte wie Wertpapierinvestments setzen, denn natürlich ist der Informationsbedarf hier viel höher als bei einem schlichten Sparbuch. Nicht umsonst enthält George bei Erste und Sparkassen jetzt bereits umfangreiche Finanzdaten.

Weniger sparen, mehr kaufen

Im Schnitt möchten die Österreicher heuer übrigens 4.700 Euro zur Seite legen – das sind 1.000 Euro weniger als im Jahr zuvor (-18%). Dies werde auch bei der Planung einer größeren Anschaffung deutlich:

  • Diese steht bei 4 von 10 Österreichern auf der Agenda (37%/+7).
  • Vor allem junge Menschen im Alter von 14-29 Jahren liebäugeln mit Auto, Wohnung und Co. (44%).
  • Knapp 90% möchten diese Investitionen über eigene Ersparnisse finanzieren, bei 9%  greifen Freunde und Verwandte finanziell unter die Arme.
  • Bankkredite kommen bei einer größeren Anschaffung für 8% in Frage. Dabei wird an eine durchschnittliche Summe von 78.800 Euro gedacht (+17%).

Link: Erste Group

 

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