Wien. Das Oberlandesgericht Wien warnt vor betrügerischen Anrufen, bei denen durch einen Trick die (gefälschte) Telefonnummer des Gerichts am Display aufscheint. Auch FMA und andere Behörden werden imitiert.
Bei einem Wiener Gericht haben sich zuletzt zahlreiche Personen gemeldet, die von einer Telefonnummer aus angerufen worden waren, die mit der Telefonnummer des Gerichts identisch ist, heißt es in einer Mitteilung des OLG Wien: Sie haben berichtet, dass die Anrufer die Zahlung von Geldbeträgen gefordert hätten, um gerichtliche Einbringungsschritte abzuwehren.
Diese Anrufe stammen nicht vom Gericht: Offensichtlich sei es Betrügern gelungen, die Anrufe so zu organisieren, dass als anrufende Telefonnummer jene des Gerichts aufscheint.
Es könnte sich dabei um eine Form des „Call ID Spoofing“ handeln, bei dem der Anrufer auf der Rufnummernanzeige des angerufenen Telefons anstatt der Originalrufnummer des Anrufers eine wählbare Identifikationsinformation anzeigt – die aber so aussieht wie die Telefonnummer einer seriösen Institution.
Niemals auf Anruf zahlen
Gerichte werden niemals telefonisch die Zahlung von Beträgen verlangen, so das OLG: „Es wird davor gewarnt, auf Grund solcher Anrufe Zahlungen zu leisten.“
Erst vor kurzem haben Finanzmarktaufsicht (FMA) und Nationalbank (OeNB) vor ganz ähnlichen Anrufen – mit gefälschter Telefonnummer der OeNB – gewarnt.
Link: OLG Wien
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