Geschäfte in Dänemark? Registrieren oder Strafe zahlen

12. Jul 2018   Business Recht Steuer

Exporteure. Dänemark hat eine Registrierungspflicht für ausländische Dienstleister eingeführt: Bei Nichtanmeldung drohen jetzt höhere Bußgelder, warnt die WKÖ.

Jede ausländische Firma, die in Dänemark Dienstleistungen erbringt – ob per Mitarbeiterentsendung, durch den Chef selbst o.ä. – ist verpflichtet, sich im Register für ausländische Dienstleister (RUT) zu registrieren. Die Registrierung erfolgt online und muss vor Beginn der Tätigkeit in Dänemark erfolgen, warnt die Außenwirtschaftsorganisation der Wirtschaftskammer.

Das RUT Register ist öffentlich einsehbar und wird auch von den dänischen Steuerbehörden eingesetzt. Dänische Auftraggeber sind verpflichtet, die Quittung der Registrierung im RUT zu überprüfen. Sollte diese drei Tage nach Beginn der Arbeiten nicht eingereicht worden sein, ist der Auftraggeber verpflichtet das ausländische Unternehmen zu melden – oder riskiert selbst ein Bußgeld.

Strafen seit Juli erhöht

Die sogenannte „Monteursklausel“ (keine Meldepflicht bei Spezialaufbauten unter acht Tagen) gibt es zwar auch in Dänemark, doch ihre Auslegung liege bei den dänischen Behörden, so die WKÖ – und für Arbeiten am Bau, im Anlagenbau usw. könne sie generell nicht angewandt werden.

Zwar ist das RUT-Register in Sachen Datenschutz umstritten, der bürokratische Aufwand der Eintragung sei aber immerhin relativ überschaubar. Daher wird eine Eintragung von Exportberatern dringend angeraten – und zwar seit Juli 2018 noch mehr als bisher.

Betrug die Höhe des Bußgeldes nämlich schon davor 10.000,- DKK (ca. 1.344 Euro), so kommen seit 1. Juli 2018 bei Fristüberschreitungen pro Tag 200 Euro zusätzlich dazu. Und wer seine Tätigkeit wiederholt nicht anmeldet, für den gilt ein höherer Strafrahmen.

Link: WKÖ (Kopenhagen)

Link: Danish Business Authority

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