Frankfurt / Wien. Kanzlei fwp freut sich über die Grundsatzeinigung mit den Steinhoff-Gläubigern. Und Noerr half beim Verkauf zweier Steinhoff-Töchter.
Es war ein „wichtiger Meilenstein bei der Sanierung“, heißt es bei Fellner Wratzfeld & Partner Rechtsanwälte (fwp) – und das wird durchaus auch von den Gläubigern so gesehen: Konkret hat fwp die Steinhoff-Gruppe wie berichtet bei der Grundsatzeinigung mit den Gläubigern über die Restrukturierung beraten.

Man habe die Steinhoff-Gruppe in den letzten Monaten intensiv bei ihren Bemühungen unterstützt, eine Grundsatzeinigung mit den Gläubigern über ein umfangreiches Restrukturierungskonzept abzuschließen. Insgesamt stehen alleine aus dem Blickwinkel der österreichischen Holding-Gesellschaften Verbindlichkeiten in Höhe von 7,5 Mrd. Euro im Raum.
Wie die Steinhoff-Gruppe ad hoc am 20. Juli 2018 berichtet hat, ist ein wesentlicher Durchbruch mit den Gläubigern durch die Einigung auf die Terms eines Lock-up Agreement gelungen.
Das Lock-up Agreement enthalte sowohl das Term Sheet für die Restrukturierung als auch den detaillierten Zeitplan für die Implementierung der Restrukturierungsmaßnahmen und schließt an eine von fwp strukturierte Support Periode an, heißt es weiter. Die konkrete Finalisierung und Umsetzung der Vertragsdokumentation ist für die nächsten Monate geplant.
„Nach tage- und nächtelangen Verhandlungen mit dem Management der Steinhoff-Gruppe ist es uns nun gelungen einen wichtigen Meilenstein für die Restrukturierung der Gruppe zu setzen. Dieses Mandat stellt eine besondere Herausforderung dar, da zum einen die Gesellschaftsstruktur der Steinhoff Gruppe sehr vielschichtig ist und auf der anderen Seite ein komplexes internationales Gläubigergeflecht steht. Durch das von uns entwickelte Sanierungskonzept besteht nun eine realistische Chance die Restrukturierung erfolgreich umzusetzen und alle Seiten zufrieden zu stellen“, so fwp Partner Markus Fellner.
Das fwp-Kernteam bestand aus den fwp Partnern Markus Fellner (Lead), Paul Luiki und Florian Kranebitter, den fwp Junior-Partnern Elisabeth Fischer-Schwarz und Benedikt Kessler, sowie den Associates Philipp Bunzl, Pia-Alena Havel, Armin Sommerauer und Julian Zarre. Ein weiterer Rechtsberater von Steinhoff war Großkanzlei Linklaters.
Noerr berät Steinhoff International bei Verkauf der Konzerntöchter Impuls und Puris
Die deutsche Wirtschaftskanzlei Noerr hat die Steinhoff Möbel Holding im Rahmen des Verkaufs der Konzerntöchter Impuls Küchen und Puris Bad beraten, wie jetzt mitgeteilt wird. Tätig war ein Team um Christian Pleister, so die Kanzlei.
Steinhoff hatte Impuls Küchen 2015 von Alno übernommen, Puris Bad war bereits seit 2003 Teil der Unternehmensgruppe. Beide Unternehmen beschäftigen zusammen rund 450 Mitarbeiter. Der Verkäufer Steinhoff Möbel Holding GmbH ist Teil der an den Börsen Frankfurt und Johannesburg (Südafrika) gelisteten Unternehmensgruppe Steinhoff International Holdings NV.
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