400 Millionen Euro für Ausbau der Seestadt Aspern

07. Aug 2018   Business Recht
Park Am Seebogen Seestadt Aspern Credit Hager Partner
Park Am Seebogen ©Hager Partner / Jens Gehrcken

Wien. Wiens neuer Stadtteil Seestadt Aspern wächst: Vor Gericht gab es nun grünes Licht für die Bauetappe „Am Seebogen“ mit 200.000 m² Fläche und 400 Mio. Euro Investitionen. Wer beraten hat.

In „aspern Die Seestadt Wiens“ im 22. Wiener Gemeindebezirk (Donaustadt) soll bald der Startschuss für die nächste Entwicklungsetappe fallen: Mit der Bestätigung des Umweltverträglichkeitsprüfungs (UVP)-Bescheids für den Straßen- und Städtebau im Norden durch das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) werden im nächsten Schritt die Vorbereitungen zum Bau des Quartiers „Am Seebogen“ beginnen, heißt es bei der Entwicklungsgesellschaft Wien 3420 aspern Development AG.

Die Entscheidung

„Diese Entscheidung bestätigt das hohe Niveau unserer Planungen“, so Heinrich Kugler, der für Planung und Bau zuständige Vorstand der Wien 3420 aspern Development AG: „Auch der Bescheid, den die Behörde letztlich dem Städtebau und der Straßenplanung ausstellte, war so klar ausgestaltet, dass wir nun ein perfektes Fundament für die weitere Umsetzung haben.“

Die Freude darüber wird sicherlich bis ins Wiener Rathaus zu spüren sein: Die Seestadt Aspern ist Wiens größtes Städtebauprojekt und wurde noch unter der Ägide des damaligen Wohnbaustadtrats und jetzigen Bürgermeisters Michael Ludwig ins Leben gerufen.

Heinrich Kugler Credit SiMshot
Heinrich Kugler ©SiMshot

Auf dem ehemaligen Flugfeld Aspern sollen bis 2028 rund 10.500 Wohnungen für 20.000 Menschen entstehen, außerdem Betriebsstätten für 15.000 Büroarbeitsplätze sowie 5.000 Arbeitsplätze in Gewerbe, Wissenschaft, Forschung und Bildung. Ein beträchtlicher Teil der Seestadt steht bereits, nun soll sukzessive der Rest folgen.

Die neue Bauetappe Am Seebogen

Die bestandene Umweltverträglichkeitsprüfung untermauere den Anspruch der intelligenten und umweltschonenden Stadtplanung, so die Entwicklungsgesellschaft: Im UVP-Bescheid seien verbindliche Vorgaben definiert, die zur Qualitätssicherung beitragen und Investitionssicherheit bringen. So sollen auch Investoren die Informationen über ihr Grundstück sowie über die umliegenden Projekte abrufen können.

  • Das Quartier „Am Seebogen“ bringt insgesamt rund 200.000 m² Bruttogrundfläche und soll ein Viertel „mit Charakter und einem spannenden Nutzungsmix“ für rund 2.500 künftige Seestädter werden, inklusive Gewerbehof, Supermarkt und rund 10 Geschäftslokalen.
  • Ebenfalls eingeplant sind ein Bildungscampus, das interreligiöse Projekt „Campus der Religionen“, geförderte Miet- und Eigentumsobjekte sowie freifinanzierte Eigentumswohnungen am zentral gelegenen Quartierspark. Ein Bauplatz mit 90 Wohneinheiten ist für „asperner Baugruppen“ (ein Bauherrenmodell) reserviert.
  • Dazu kommen rund 5.000 m² Büronutzfläche mit Microbüros, Arbeitsateliers, Co-Working-Spaces, gemischten Wohn- und Arbeitsmaisonetten sowie zur Wohnung zumietbaren Arbeitsräumen.

Die Berater und der Zeitplan

  • Die UVP für den Städte- und Straßenbau im Norden der Seestadt besteht aus zwei Verfahren, die zwecks Effizienz in Form einer gemeinsamen Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) eingereicht wurden – diese Praxis habe sich schon bei der UVP für den Süden sehr bewährt, so die Organisatoren.
  • Vom Gesamtkonzept her eng damit verbunden ist die „Stadtstraße Aspern“, ein Projekt der Magistratsabteilung für Straßenverwaltung und Straßenbau der Stadt Wien (MA 28). Sie wird von Hirschstetten zur Seestadt reichen.
  • Ebenfalls wichtig für die Wiener Verkehrsplanung und den Donauraum, aber sozusagen eine andere Baustelle ist die S 1 Wiener Außenring Schnellstraße (Lobautunnel) inkl. Spange Seestadt Aspern: Diese wird von der Autobahnen- und Schnellstraßengesellschaft der Republik (Asfinag) umgesetzt – als eigenständige Projekte und Verfahren. Auch die Asfinag hat jetzt grünes Licht vom BVwG erhalten, allerdings unter Bedingungen.
  • Bei den UVP-Verfahren für die Seestadt Nord wurden die Wien 3420 AG und die Stadt Wien von Rechtsanwalt Herwig Kraemmer von der Kanzlei Onz, Onz, Kraemmer, Hüttler Rechtsanwälte GmbH vertreten, als Spezialisten für Öffentliches Recht, wie es weiter heißt.

Ein großer Schritt

„Für das Seestadt-Team ist die UVP für den Norden des Stadtteils ein wichtiger Meilenstein. Wir wollen im Herbst mit den ersten Ausschreibungen starten, um im Frühjahr 2019 mit dem Hochbau für das Quartier Am Seebogen mit einem Investitionsvolumen von über 400 Millionen Euro beginnen zu können“, so Kugler zu den nächsten Schritten in der Entwicklung des neuen Stadtteils.

Link: Seestadt Aspern

Link: Onz, Onz, Kraemmer, Hüttler

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