Bernhard Spalt folgt auf Treichl als Chef der Erste Group

Bernhard Spalt Credit Vali Mirea Erste Bank
Bernhard Spalt ©Vali Mirea / Erste Bank

Wien. Risikovorstand Bernhard Spalt folgt ab 2020 auf Andreas Treichl als CEO der Erste Group mit ihren 48.000 Mitarbeitern.

Führungswechsel beim marktführenden österreichischen Bankriesen: Bernhard Spalt, derzeit Risikovorstand der Erste Bank Oesterreich, folgt auf Andreas Treichl als Chief Executive Officer (CEO).

Treichl ist seit Juli 1997 CEO der Erste Group und seit Oktober 1994 Mitglied des Vorstands, sein Mandat wäre bis Juni 2020 gelaufen.

Treichls Statement zum Abschied

„In den vergangenen 20 Jahren haben wir alle  – fast 48.000 Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter – gemeinsam die Erste Group von einer lokalen Sparkasse zum größten Finanzdienstleister im Osten der Europäischen Union aufgebaut. Das war manchmal ziemlich herausfordernd, in Summe aber sehr erfüllend – und ich bin sehr stolz darauf: nicht nur auf die Phase der Expansion und wie wir die Erste durch die Finanzkrise geführt haben, sondern vor allem darauf, dass wir uns jetzt für das Wachstum im digitalen Zeitalter wirklich gut aufgestellt haben“, wird Treichl zitiert.

„Es ist schön, dass wir nicht nur als eine der leistungsstärksten und modernsten Banken Europas anerkannt werden. Viel wichtiger ist mir, dass wir dabei immer ganz bewusst auf unseren Gründungsauftrag aufbauen, unserer Region und unseren Kunden Wohlstand zu bringen. Bernhard Spalt ist aus meiner Sicht die richtige Persönlichkeit, um die Bank auf ihrem weiteren Weg zu führen“, so Treichl weiter.

Die Lobesworte Treichls für den Nachfolger werden diesen kaum kalt lassen – schon allein deshalb, weil Treichl dem Sparkassen-Sektor keineswegs den Rücken kehrt, im Gegenteil: Mit seinem Ausscheiden aus dem Vorstand zum Jahreswechsel 2019/2020 werde Andreas Treichl als Vorsitzender des Aufsichtsrats in die ERSTE Stiftung, dem größten Aktionär der Erste Group, wechseln.

Präsident Rödler lobt Spalt

Für den Aufsichtsratsvorsitzenden Friedrich Rödler, der den Auswahlprozess für die CEO-Nachfolge leitete, hat „Bernhard Spalt in seinen 27 Jahren, in denen er in der Erste in verschiedensten Managementpositionen aktiv war, eine enorm breite Erfahrung im Bankgeschäft in CEE gesammelt – sowohl in guten als auch in herausfordernden Zeiten. Er ist tief mit der Tradition und der DNA der Erste Group verbunden und setzt sich mit Leidenschaft dafür ein, die Bank so weiter zu entwickeln, dass sie den Erwartungen der nächsten Generation entspricht.“

Erste-Risikoprofi erklimmt Chefsessel

Mit Spalts Bestellung kommt erneut ein Risiko-Experte der Ersten zu höchsten Weihen – in den Augen des von Rödler geleiteten Aufsichtsrats ist diese Qualifikation in turbulenten Zeiten sicherlich eine Empfehlung. Zuletzt hatten andere Erste-Banker mit ähnlichen Qualifikationen Chefsessel im Volksbankensektor, einer Raiffeisen-Privatbank, der Hypo NOE, Hypo Vorarlberg u.a. erklommen.

Rödler selbst war bis 2013 Territory Senior Partner (Landesdirektor) des Big Four-Beratungsmultis PricewaterhouseCoopers (PwC) in Österreich und ist gelernter Wirtschaftsprüfer.

Für Rödler „ist die Entwicklung der Erste Group aufs Engste mit der Person Andreas Treichl verbunden. Sein Beitrag kann nicht hoch genug geschätzt werden. Zusammen mit seinem Managementteam hat er die Gruppe zum größten und leistungsstärksten Bankenkonzern in CEE aufgebaut und dabei sowohl Zeiten mit boomendem Wachstum als auch außergewöhnlichen Herausforderungen gemeistert. Wir als Aufsichtsrat freuen uns auf die kommenden fast eineinhalb Jahre, in denen wir gemeinsam mit Andreas Treichl und seinem Managementteam einen reibungslosen Übergang und die Wachstumsdynamik der Bank in den kommenden Jahren gewährleisten.“

Der Übergang

Bernhard Spalt wird bis Mitte 2019 seine bestehenden Mandate zurücklegen und in der Folge als stellvertretender CEO von Andreas Treichl in die Erste Group wechseln. Gleichzeitig wird Treichl durch den Wechsel an die Spitze der ERSTE Stiftung sozusagen sein Präsident.

„Es ist eine große Ehre Andreas Treichl an der Spitze der Erste Group zu folgen. Ich sehe für uns als Bank enorme Wachstumschancen, nicht zuletzt wegen der Fokussierung auf die Realwirtschaft in Zentral- und Osteuropa sowie auf innovative Produkte und Dienstleistungen wie unsere digitale Banking-Plattform George. Wir feiern im nächsten Jahr unser 200jähriges Bestehen und ich werde Dank Andreas Treichl und unserer Kolleginnen und Kollegen eine Bank übernehmen, die eine enorme Dynamik hat, selbstbewusst in die Zukunft blicken kann und alle Voraussetzungen erfüllt, um ihren Kunden in den kommenden Jahren und Jahrzehnten das Beste im Bankgeschäft zu bieten“, so Bernhard Spalt selbst.

Link: Erste Group

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