100 Jahre Frauenwahlrecht: War das schon alles?

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Wien. Vor 100 Jahren erhielten Frauen in Österreich das Wahlrecht. Eine Uni-Diskussion nimmt die Ergebnisse unter die Lupe, auch über Facebook.

Konkret bringt das Diskussionsformat „Nachgefragt“ an der Uni Wien die Rechtsphilosophin Elisabeth Holzleithner und die Journalistin Eva Weissenberger auf die Bühne: Am 2. Oktober 2018 stellen sie laut den Veranstaltern gemeinsam mit dem Publikum die Frage zu 100 Jahre Frauenwahlrecht: Hätte mehr gelingen können? Dabei können die Zuschauer auch über Facebook teilnehmen.

Ein Blick zurück und nach vorne

Frauen mussten einen langen Weg gehen, bis sie ihr Recht auf politische Mitbestimmung im Jahr 1918 erlangten. In Europa nahm nach ersten Anfängen in Finnland im Jahr 1906 dann Österreich eine Vorreiterrolle ein: Bei uns erhielten Frauen das allgemeine Wahlrecht am 12. November 1918.

Rechtsgrundlage war das Gesetz über die Staats- und Regierungsform von Deutschösterreich, mit dem dieses sich im Zuge des Zerfalls von Österreich-Ungarn zur Republik erklärte. In den folgenden Jahren erhielten Frauen auch in den übrigen europäischen Ländern das Wahlrecht – wenn auch teilweise erst mit jahrzehntelanger Verspätung, was Schlusslichter wie die Schweiz und Liechtenstein (1984) betrifft.

Ist auch das aktive Wahlrecht der Frauen für uns inzwischen selbstverständlich und holen Frauen beim passiven Wahlrecht weltweit auf, so seien es doch wenige Staaten, deren Führung in der Hand einer Frau liegt. Auch in der Wirtschaft sind Frauen in Führungspositionen immer noch unterrepräsentiert. Bei der Diskussion soll erörtert werden, welche gleichstellungsorientierten und emanzipatorischen Inhalte für die Zukunft wichtig sind.

Link: Uni Wien (Nachgefragt)

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