09. Okt 2018   Business Recht

Ashoka bei DLA Piper: Anpacken für eine bessere Welt

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©Ashoka

Wien. Am 4. Oktober 2018 stand bei DLA Piper die nächste Runde des Ashoka Visionary Program im Zentrum: Ein Pionierprojekt für Entscheidungsträger.

Nach der Begrüßung durch Pro-bono-Koordinatorin Carolin Seifriedsberger folgte ein Vortrag von Ashoka Fellow Albina Ruiz: Mit ihrer Initiative zur Bekämpfung von Müll setze sie sich nicht nur für die Umwelt ein, sondern befähigt arme Menschen unternehmerisch tätig zu sein und sich als Mülltrenner im Recycle-Prozess einzubringen.

Worum es geht

Im Jahr 2015 rief Ashoka mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung, der Expertise seiner Mitarbeiter und weltweiten Community an Sozialunternehmern eine außergewöhnliche Weiterbildungsform ins Leben, heißt es weiter: Das Ashoka Visionary Program.

Die Abendveranstaltung zum Auftakt des vierten Durchgangs des Visionary Program wurde mit Unterstützung des Gastgebers DLA Piper organisiert, die internationale Anwaltskanzlei zählt seit 2017 zu den Pro-bono-Partnern Ashokas.

Vom Abfallsammler zum Unternehmer

Die Peruanerin Albina Ruiz, Ashoka Fellow und Gründerin der Organisation Gesunde Stadt (Ciudad Saludable) schilderte die Idee hinter ihrer eigenen Organisation: Sie ermöglicht es Obdachlosen, die vom Müll leben müssen, eine Ausbildung zu Mülltrennern zu absolvieren.

Sie sollen dadurch die Chance bekommen, als Müllsammler für die Kommunen selbstständig tätig zu werden. Das bedeute, dass sie mit der gleichen Tätigkeit wie zuvor wieder ein unabhängiges Leben führen können und von Obdachlosen zu normalen Bürgern avancieren.

Gesunde Stadt erzeugt Multiplikatoreffekt

In Entwicklungsländern erziele das Management von Abfall und Recycling einen Multiplikatoreffekt, indem es das Bewusstsein der Gesellschaft erhöht und mehrfach positive Effekte auf die Umwelt ausübt. Die geschätzte Zahl der Bäume, die pro Jahr durch die Sammlung von Papier von Gesunde Stadt gerettet werden, liegt bei etwa zwei Millionen.

“Langfristige Lösungen für Abfallprobleme erfordern erhebliche Veränderungen bei Einzelpersonen und großen Institutionen“, erklärt Ruiz. „Das ist mitunter ein Grund, warum ich Ashoka Fellow bin und am Kick-off des Visionary Program teilnehme. Hier tauscht man sich aus, lernt Neues, entwickelt gemeinsame Ideen und arbeitet an deren Umsetzung.“

Engangement, Netzwerk und Beharrlichkeit

„Um nachhaltige Bewältigungsstrategien für die gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit zu erarbeiten, braucht es Engagement, ein entsprechendes Netzwerk und umfassendes Know-how sowie sicherlich auch eine gewisse Beharrlichkeit. Sehr gerne unterstützen wir Ashoka dabei, ihre wegweisenden Projekte durchzuführen und weiter auszubauen“, sagt Claudine Vartian, Pro-bono-Partnerin im Wiener Büro von DLA Piper.

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Claudine Vartian ©Anna Rauchenberger / DLA Piper

Generell stehe beim Ashoka Visionary Program für Social Entrepreneurship und Innovation die Entwicklung systemwandelnder Ideen und Innovationen im Zentrum, sowie der Aufbau einer Gemeinschaft von Führungskräften, die Wirtschaft neu denkt.

Im Laufe des neunmonatigen Teilzeitprogramms sollen die Teilnehmer die nötigen Kenntnisse erlangen, um wirkungsvolle, spartenübergreifende Partnerschaften zu etablieren, die unternehmerisches Denken und gesellschaftlichen Wandel vereinen, wie es heißt.

Auf dem Gruppenbild (v.l.n.r.): Stefan Dertnig, Director DD Management und Advisory GmbH; Albina Ruiz, Ashoka Fellow und CEO Ciudad Saludable; Georg Schön, CEO Ashoka Österreich; Raphaela Toncic-Sorinj, Director Ashoka Visionary Program; Maria Doralt, Partnerin Corporate DLA Piper; Marie Ringler, Director Ashoka Europe; Carolin Seifriedsberger, Associate und Pro-bono-Koordinatorin DLA Piper; Claudia Lingner, Managing Director Ludwig Boltzmann Gesellschaft.

Link: Ashoka Visionary Program

 

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