Versicherer wachsen, doch der Profit sinkt weiter

05. Dez 2018   Finanz

Assekuranzen. Österreichs Versicherungen haben laut FMA im 3. Quartal 2018 das Prämienvolumen immerhin um 1,34% auf 3,89 Mrd. Euro gesteigert. Doch das EGT sinkt.

Insgesamt erzielten die österreichischen Versicherungsunternehmen im dritten Quartal 2018 eine Erhöhung des Prämienvolumens von +1,34% auf € 3,89 Mrd. gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, so der aktuelle FMA-Bericht.

  • Der Anstieg kam vor allem durch eine Erhöhung des Prämienvolumens in den Sparten Schaden- und Unfallversicherung von +3,73% auf € 2,1 Mrd. sowie Krankenversicherung um +4,16 % auf € 551 Mio. zustande.
  • In der Lebensversicherung wurde dagegen ein Rückgang von -3,63% auf € 1,23 Mrd. verzeichnet. Damit kamen 56,46% der Prämien aus der Sparte Schaden/Unfall, 30,98% aus der Sparte Leben und 12,56% aus der Krankenversicherung.

In den ersten drei Quartalen betrug das Prämienvolumen € 13,27 Mrd. (+1,53%) und setzte sich aus Einnahmen von € 7,49 Mrd. (+3,46%) in der Schaden- und Unfallversicherung, € 4,11 Mrd. (-2,74%) in der Lebensversicherung und € 1,67 Mrd. (+4,21%) in der Krankenversicherung zusammen.

Bemerkenswert ist dabei, dass sich in der Lebensversicherung der Anteil der Einmalprämien gegenüber den laufenden Prämien von 14,01% auf 13,93% leicht verringert hat, der Anteil der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherungen gegenüber der konventionellen Lebensversicherung hingegen von 23,75% auf 24,73% erhöht hat, so die FMA.

Erträge weiter unter Druck

  • Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2018 im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres um 18,40% auf € 430,42 Mio.
  • Beim Finanzergebnis wurde eine Verringerung von -13,17% verzeichnet, von € 2,17 Mrd. auf € 1,88 Mrd.
  • Das Ergebniss der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) sank um 10,21% auf € 892,74 Mio. 87% des EGT stammen dabei aus der Schaden/Unfall-Versicherung, 7,70% aus Leben und 4,30% aus der Krankenversicherung.

Die Summe aller Assets zu Marktwerten lag Ende September 2018 bei 107,60 Mrd. Euro, um 3,26% weniger als zum Vorjahreszeitpunkt. Immerhin konnten mehr als die Hälfte aller Versicherungsunternehmen zum Ende des 3. Quartals 2018 einen Solvabilitätsgrad (SCR – Solvency Capital Requirement) von über 230% vorweisen, verfügten also über doppelt so hohe Eigenmittel als erforderlich, so die FMA.

Link: FMA

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