Tesla-Konkurrent Mercedes EQA kommt: Die Elektro-A-Klasse

10. Jan 2019   Business Motor
Mercedes EQC Credit Daimler AG
Mercedes-Benz EQC ©Daimler AG

Elektroautos. Tesla einen Schritt voraus: Mercedes bringt den EQA – die Elektro-A-Klasse. Noch davor startet das Luxus-Elektro-SUV EQC.

Der Mercedes EQA ist die künftige Konkurrenz zum BMW i3. Tesla hat noch keinen solchen kleinen Flitzer. Mercedes wird damit 2020 nach BMW schon zur zweiten deutschen Premiummarke, die ein kleines und kompaktes Elektroauto herstellt.

Und Audi? Zwar vergrößert auch die Premiummarke aus dem VW-Konzern demnächst ihre E-Auto-Produktpalette, indem das SUV Audi e-tron um den e-tron Sportback und GT ergänzt wird. Doch Audi zeigt noch keine Anstalten, ein E-Auto, das zur Kompaktklasse zählt, anzubieten – genausowenig wie der ebenfalls in der Premiumklasse angesiedelte E-Auto-Pionier Tesla selbst.

Die US-Amerikaner bringen zwar jetzt das im Vergleich zu anderen Tesla-Modellen deutlich günstigere und kleinere Model 3 nach Europa, es ist von den Abmessungen her aber immer noch deutlich über der Kompaktklasse angesiedelt.

Was der neue kompakte Stromer kann

Der Mercedes-Benz EQA wird von Preis und Größe her schätzungsweise zwischen BMW i3 und dem kommenden BMW i4 (erscheint frühestens 2020) liegen und natürlich auch teurer sein als der schon länger am Markt befindliche Kompakt-Konkurrent Renault Zoe.

Auf dem Pariser Autosalon 2016 meinte Daimler-Vorstandsvorsitzender und Leiter Mercedes Benz Cars Dieter Zetsche, dass 2022 schon mehr als zehn reinelektrische Fahrzeuge mit dem Mercedes-Stern auf dem Markt sein sollen. Ob das wirklich eintrifft, kann man nur erahnen, mit EQA und EQC kommen jetzt jedenfalls einmal zwei interessante Vertreter.

Mercedes EQA Credit Daimler AG
Mercedes-Benz Concept EQA ©Daimler AG

Angetrieben wird die EQA-Klasse von zwei E-Motoren, die zusammen eine Systemleistung von bis zu 272 PS (200 kW) auf die Straße bringen. Damit bietet der kleine Kompakte von Mercedes ein sportliches Fahrverhalten, das sich dank der Fahrprogramme „Sport“ und „Sport Plus“ nach Belieben anpassen lässt – in den Grenzen der Physik natürlich. Dazu verspricht Daimler bei der vollelektrischen Kompaktlimousine auch noch einen permanenten Allradantrieb.

Laut Mercedes Benz soll das kleine E-Fahrzeug eine Reichweite von ca. 400 km schaffen. Das verdankt der EQA einer Lithium-Ionen-Batterie, wie man sie auch im Audi e-tron GT Concept vorfindet. Dessen Reichweite beträgt ebenfalls 400 km.

Die Akkus sind trotzdem nicht identisch, auch weil die Mercedes-Batterie über 60 kWh leistet, die des Audis ca. 80 kWh. Außerdem sind es natürlich ganz unterschiedliche Autos.

Der EQC hat auf der CES 2019 die US-Premiere

Bevor der EQA aber 2020 auf die Straße rollt, hat erst einmal der große Bruder EQC seine Premiere in den USA: Bei der Elektronikmesse CES 2019, die derzeit läuft, soll er durch Luxus und Komfort sowie natürlich seine zwei starken Elektromotoren glänzen: An Vorder- und Hinterachse angebracht, leisten sie zusammen 300 kW, das sind knapp 408 PS. Die Reichweite soll bei über 450 km (nach NEFZ) liegen.

Gebaut wird der EQC ab heuer im Mercedes-Benz Werk Bremen. Parallel dazu fährt Daimler die Produktion eigener Batterien für den EQC im dafür ausgebauten Batteriestandort Kamenz bei Dresden hoch. Angeboten wird der EQC ab Mitte 2019.

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