23. Jan 2019   Business Personalia Recht

Der Karfreitags-Anwalt und weitere Kanzlei-News

Aus den Kanzleien. Alois Obereder half das EuGH-Urteil zum Karfreitag erstreiten. White & Case verhilft Buwog-Eigner Vonovia zu 500 Mio. Euro und mehr.

Die Entscheidung des EuGH zum Karfreitag schlägt wie berichtet in Österreich hohe Wellen. Zwar müsste die Parole „Feiertag für alle“ noch in ein Gesetz gegossen werden, doch wenn keines kommt, können die Arbeitnehmer gelassen bleiben. Denn die bisherige Regelung sei nun einmal ganz klar diskriminierend, meinte jener Anwalt in einem Interview mit der Tageszeitung Kurier, der das Urteil erstreiten half: Alois Obereder. Der Arbeitsrechtsspezialist und Partner der Wiener Kanzlei Freimüller Obereder Pilz ist Rechtsvertreter jenes Detektivs, der seinen Arbeitgeber auf das Karfreitagentgelt klagte, ohne evangelisch zu sein (Unterstützung hatte er dabei auch von der AK).

Der Anspruch auf einen freien Karfreitag steht laut EuGH-Urteil nun prinzipiell allen ArbeitnehmerInnen in Österreich zu, heißt es bei AK und ÖGB. Ganz anders sieht das die Wirtschaft: Sie ruft lautstark nach einer Regelung, die für sie kostenneutral ist. Wirtschaftsministerin Magarete Schramböck (ÖVP) wendet sich gegen einen weiteren Feiertag, doch Details der geplanten gesetzlichen Neuregelung kündigte sie derweil noch nicht an.

Geld für Buwog-Eigentümer Vonovia

White & Case hat die Deutsche Pfandbriefbank AG als Kreditgeber, Konsortialführer und Mandated Lead Arranger im Zusammenhang mit einer Darlehensgewährung an die Vonovia SE beraten (Immobilienriese Vonovia ist auch der Hauptaktionär der österreichischen Buwog).

Das Darlehen mit einer Laufzeit von zehn Jahren umfasse ein Volumen von 500 Mio. Euro und wird je zur Hälfte von der Pfandbriefbank und der Landesbank Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt. Das Darlehen ist durch ein Wohnportfolio in Dresden mit einer Gesamtmietfläche von rund 800.000 qm – bestehend aus circa 13.400 Wohneinheiten sowie über 200 Gewerbeeinheiten – besichert.

Das Portfolio sei nahezu vollständig vermietet. Das White & Case Team stand unter der Federführung von Partner Thomas Flatten (Banking, Frankfurt).

WFW berät Rheinmetall bei Joint Venture mit BAE in Großbritannien

Watson Farley & Williams (WFW) hat die deutsche Rheinmetall AG bei ihrem neuen Joint Venture mit BAE Systems beraten. Ziel ist es laut den Angaben, ein gemeinsames britisches Unternehmen für die Entwicklung und Herstellung von Militärfahrzeugen sowie für das Supportgeschäft zu schaffen.

Die Gründung des JV steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Behörden, die voraussichtlich im ersten Halbjahr 2019 abgeschlossen sein sollen. Im Rahmen der Vereinbarung werde Rheinmetall eine Mehrheitsbeteiligung an Kampffahrzeuggeschäft von BAE in Großbritannien erwerben. Das neue JV wird seinen Sitz in der bereits bestehenden Niederlassung von BAE Systems in Telford, England, haben und unter dem Namen Rheinmetall BAE Systems – Land („RBS-L“) geführt werden. RBS-L werde mehr als 400 Arbeitsplätze in Großbritannien haben.

Neben der Leitung und dem Ausbau des bestehenden Supportgeschäfts soll RBS-L eine Rolle bei der Lieferung der neuen Programme Mechanised Infantry Vehicle (MIV) und Challenger 2 Life Extension der britischen Armee spielen.

Neben der Fokussierung auf die britischen Programme werde RBS-L auch ein wesentlicher Bestandteil des Rheinmetall-Geschäftsbereichs Fahrzeugsysteme sein und sich an verschiedenen militärischen  Fahrzeugprojekten und –verträgen weltweit beteiligen.

Ein neuer CIO für Noerr

Christian Ammer ist seit Jahresbeginn CIO und Head of Digital Transformation der prominenten deutschen Wirtschaftskanzlei Noerr. Der 44-jährige Betriebswirt blicke auf eine langjährige Erfahrung als CIO, Bereichs- und Abteilungsleiter zurück, u.a. bei der LHI Leasing GmbH bzw. der LHI-Gruppe, der Siemens AG, Siemens Financial Services GmbH und BearingPoint.

Auch einen aktuellen Deal hat Noerr zu melden: Demnach hat man die Baader Bank AG bei einer Bezugsrechtskapitalerhöhung der IFA Hotel & Touristik AG gegen Bareinlagen unter Ausgabe von 29.700.000 neuen Aktien beraten. Der Bruttoemissionserlös aus der Kapitalerhöhung beträgt rund EUR 200 Mio. Federführend tätig waren die Frankfurter Noerr-Partner Holger Alfes und Dominik Kloka.

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