EY-Studie: Neue Chancen für Telekom-Unternehmen

14. Feb 2019   Business Steuer Tech

Wien. Unter Druck geraten sind zuletzt Europas Telekommunikations-Unternehmen (Telcos). EY will ihnen den Weg zeigen.

Bei aller Anspannung ergeben sich große Chancen für die Unternehmen, wenn sie abseits ihres Kerngeschäfts punkten können, heißt es in der neuen Studie „Mehr als Konnektivität – digitale Chancen“ von Beratungsriese EY.

Die Zwickmühle der Telcos: Sie müssen sowohl im Festnetz- als auch im Mobilfunkbereich hohe Investitionen in den Ausbau der Breitbandinfrastruktur tätigen, sind dabei aber einem zunehmendem Wettbewerbsdruck ausgesetzt.

Gleichzeitig schaffen es andere Marktteilnehmer – etwa Internetdienste wie Amazon Drive, Netflix, WhatsApp und Skype sowie die Ausrüstungsindustrie wie zum Beispiel Cisco und Huawei –, mittels der Infrastruktur Milliardenumsätze zu generieren.

Das Geschäft mit der Konnektivität – also mit der Bereitstellung der Telekommunikationsinfrastruktur – dürfte auch in Zukunft nur eine untergeordnete Rolle spielen. 2015 machte es 17% des gesamten Marktumsatzvolumens des Internetökosystems aus – Tendenz sinkend. Severin Eisl, Leiter Technology, Media and Telecommunications bei EY Österreich, dazu: „Klassische Telekommunikationsunternehmen müssen heute aufpassen, nicht zu Randfiguren in einem Multi-Milliardenmarkt zu werden.“

Neue Chancen

Es ergeben sich aber große neue Chancen, heißt es: Der neue Mobilfunkstandard 5G könne die Telcos wieder ins Spiel bringen. Er wird als Basis für zahlreiche neue Geschäftsmöglichkeiten angesehen, vor allem das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT).

„Bereits heute werden Milliardensummen umgesetzt. Das aktuelle, weltweite Marktvolumen wird auf 635 Mrd. US-Dollar geschätzt“, so Drazen Lukac, Partner bei EY Österreich.

In Österreich liege das Volumen des IoT-Marktes momentan bei rund 4,2 Mrd. €. Bis 2025 wird sich diese Summe laut EY-Prognose auf rund 11 Mrd. € Euro nahezu verdreifachen. Bis 2030 wird weltweit mit einer Vervierfachung des Marktes auf 2,3 Billionen US-Dollar gerechnet. Dann werden 50 Milliarden Endgeräte vernetzt sein.

„Um ein größeres Stück vom IoT-Kuchen abzubekommen und US-amerikanischen und asiatischen Wettbewerbern die Stirn bieten zu können, werden europäische Telekommunikationsanbieter ihre Strategie stärker am tatsächlichen Nutzen für Anwender und weniger am technisch machbaren ausrichten müssen“, meint Lukac.

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