So bereit sind wir für selbstfahrende Autos

15. Feb 2019   Business Motor

Wien. KPMG hat die Bereitschaft für selbstfahrende Fahrzeuge in 25 Ländern untersucht. Österreich fiel zuletzt zurück – aber der Eindruck täuscht.

Der „Autonomous Vehicles Readiness Index“ (AVRI) bewertet, inwiefern diese Länder auf das Thema autonomes Fahren vorbereitet sind. Die Niederlande führen das Ranking bereits zum zweiten Mal an, gefolgt von Singapur und Norwegen.

„Weltweit machen viele Länder große Fortschritte in Richtung autonomes Fahren“, betont Klaus Mittermair, Head of Automotive bei KPMG in Österreich. „Die Modernisierung des Transportwesens steht bei den Regierungen der untersuchten Länder weit oben auf der Prioritätenliste.“ Der Grund liegt laut Studienautoren auf der Hand: Regierungen wollen sicherstellen, dass die Entwicklung rund um fahrerlose PKWs und LKWs ihrer Gesellschaft einen Innovationsvorsprung bringt.

Mit dem Lkw auf Autopilot nach Deutschland

Die Niederlande punkten durch eine hohe Akzeptanz von Elektrofahrzeugen, eine große Dichte an Ladestationen, ein solides Telekommunikationsnetz sowie eine Vielzahl an Praxistests. Doch vor allem arbeite das Land eng mit den Nachbarstaaten zusammen, um die Technologie für den Güterverkehr einzusetzen. Geplant ist die Einführung von Einheiten mit mehr als hundert fahrerlosen LKWs auf den Hauptverkehrsrouten von Amsterdam nach Antwerpen und Rotterdam ins Ruhrgebiet.

Auch im zweitplatzierten Singapur wird intensiv zum Thema geforscht. Gemeinsam mit einer der führenden Universität des Landes wurde eine Teststadt für fahrerlose Fahrzeuge konstruiert: mit Ampeln, Bushaltestellen, Wolkenkratzern und einer eigenen Regenmaschine.

Österreich im Mittelfeld

Österreich belegt in diesem Jahr Platz 16. Im Vorjahr war es noch Platz 12. Der Rückfall im Ranking ist darauf zurückzuführen, dass fünf neue Länder in die Untersuchung aufgenommen wurden. „Um die Wettbewerbsposition Österreichs im internationalen Umfeld zu stärken, muss noch mehr Raum für Innovationen geschaffen werden“, so Werner Girth, Partner bei KPMG in Österreich.

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