Datenschatz des Staates jetzt für alle zugänglich

25. Feb 2019   Business Tech

Open Data. Über data.gv.at sind jetzt über 20.700 Datensätze verfügbar, denn „Daten sind das Öl der Zukunft“, so Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck.

Im Zuge des Relaunches von data.gv.at seien alle offenen Daten der österreichischen Verwaltung jetzt mit einer neuen Suche für alle zugänglich (Anm.: Verfügbar waren sie bereits, neu ist die Suchfunktion).

Open Government Data und Documents sind Informationen, die keine personenbezogenen und keine infrastrukturkritischen Daten enthalten. Sie werden vom Bund, den Ländern, Städten und Gemeinden im Rahmen ihrer Aufgaben erstellt, verarbeitet und auf freiwilliger Basis oder nach dem Informationsweiterverwendungsgesetz veröffentlicht.

Verfechter des Open Data-Ansatzes stehen auf dem Standpunkt, dass öffentliche Daten allen gehören sollten (unter Einhaltung des Datenschutzes, versteht sich). In Österreich herrscht dagegen so wie in vielen mitteleuropäischen Ländern bis jetzt eher der Geist des Amtsgeheimnisses. Doch nun bemüht man sich um Service und öffnet die Datenschleusen ein wenig. Ministerin Schrammböck:„Bereits 450 Apps und Internet-Services nutzen die Daten auf data.gv.at, und stellen den Bürgerinnen und Bürgern weitere Serviceleistungen zur Verfügung.“

Was geboten wird

Die Themen reichen von „Bildung“ und „Finanzen“ über „Gesundheit“, „Kunst“ und „Sport“ bis hin zu „Verkehr“ oder „Wirtschaft“. So gibt es beispielsweise detaillierte Daten zu allen denkmalgeschützten Objekten, Wetterdaten, Wasserqualitäten, Biotopen und Baumbeständen, aber auch zu Wahlergebnissen, der Verkehrslage und vielen weiteren interessanten Themen. Darüber hinaus werden auch alle Daten von opendataportal.at, dem Schwesterndatenportal für Wirtschaft, Kultur, NGO/NPO, Forschung und Zivilgesellschaft bei der Suche berücksichtigt.

Weil die Daten aus verschiedensten Themengebieten stammen und in unterschiedlichen Formaten vorliegen, soll der Datenkatalog von data.gv.at eine wichtige Hilfe zu deren Nutzung bieten. Die Dreiteilung in die Bereiche „Daten“, „Dokumente“ und „Anwendungen“ mache den Zugriff einfacher. Jeder kann sich aus dem Bereich „Anwendungen“ fertige Apps herunterladen, um Daten auf dem Handy oder dem PC zu nutzen. Für ExpertInnen gibt es Rohdatensätze, die sich dank einer Metadatenbeschreibung in bestehende oder neue Anwendungen einbinden lassen.

Verbindung zu europäischen Datenportal

Zugleich stellt data.gv.at eine Schnittstelle zum europäischen Datenportal www.europeandataportal.eu bereit, so dass alle offenen Daten auf globaler Ebene nutzbar sind. Daraus sind bereits hunderte Anwendungen entstanden: Etwa eine Web-Anwendung für die Seestadt Aspern in Wien, die auf Basis der basemap.at-Daten sämtliche Infrastruktureinrichtungen, Geschäfte und Unternehmen dieses „Grätzls“ ersichtlich macht. Oder eine Handy-App für Gleitschirmflieger, die basierend auf Open Data alle Luftfahrthindernisse in Tirol wie Seilbahnen, Stromleitungen, etc. in Echtzeit während des Fluges darstelle.

Ähnliche Innovationen gibt es auch in vielen anderen Bereichen wie etwa der Landwirtschaft, dem Umweltschutz, der Gesundheit oder dem öffentlichen Verkehr wie z.B. mit den Daten der Wiener Linien.

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Ein Gedanke zu „Datenschatz des Staates jetzt für alle zugänglich“

  1. Der Satz „…seien alle offenen Daten der österreichischen Verwaltung jetzt frei verfügbar.“ ist falsch. Open Government Data gibt es in Österreich seit Mai 2011 mit data.wien.gv.at. data.gv.at gibt es seit April 2012, siehe https://www.data.gv.at/infos/cooperation-ogd-oesterreich/. Österreich liegt bei Open Data in den Rankings sogar ziemlich weit vorne.
    Seit 14. Februar 2019 erscheint data.gv.at im neuen Layout.
    Ziele der Überarbeitung von data.gv.at sind die Verbesserung der Darstellung auf mobilen Endgeräten, eine Erhöhung der Übersichtlichkeit und ein stärkerer Fokus auf die Suche.

    (Danke für den Hinweis, der Beitrag wurde korrigiert; Anm. d. Red.)

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