Tagung zu Digitalisierung und Besteuerung

Google Tax & Co. Kann die digitale Wirtschaft fair besteuert werden? Damit setzt sich heute eine Tagung an der Uni Salzburg auseinander.

Salzburg. Wie bringt man Amazon, Apple, Alphabet-Google, Facebook und andere Unternehmen der digitalen Wirtschaft dazu, ihre Gewinne dort zu versteuern, wo sie erwirtschaftet werden? Das ist eine der Fragestellungen, die am 28. Februar 2019 bei der Veranstaltung „Digitalisierung und Besteuerung“ auf der Edmundsburg der Universität Salzburg behandelt wird.

„Ziel unserer Tagung ist es, Lösungsansätze aufzuzeigen, wie diesen problematischen Entwicklungen aus der Sicht des Steuerrechts begegnet werden kann“, sagt Sabine Urnik, Professorin für Steuerlehre und Rechnungslegung an der Universität Salzburg.

In der ersten Session werden Veronika Hornung-Prähauser und Petra Stabauer, die bei der Salzburg Research Forschungsgesellschaft m.b.H. tätig sind, einen Überblick über die neuen Geschäftsmodelle und Technologien (zB Blockchain, Smart Contracts) geben.

Daraus werden zwei konkrete Beispiele herausgegriffen und im Lichte des Steuerrechts analysiert:

  • Elisabeth Steinhauser von der Universität Salzburg setzt sich in ihrem Vortrag mit Kryptowährungen (zB Bitcoin) auseinander, deren steuerliche Erfassung derzeit intensiv und teilweise kontrovers diskutiert wird.
  • Sabine Urnik wiederum wird sich am Beispiel von Airbnb mit der Besteuerungsproblematik der Sharing Economy, der „Ökonomie des Teilens“ auseinandersetzen.

Die zweite Session der Tagung widmet sich der Besteuerung der digitalen Wirtschaft. Stellen Nutzerdaten, die wir für die Inanspruchnahme von digitalen Gratis-Leistungen (z.B. bei Google oder Facebook) „bekanntgeben“, ein Entgelt im steuerlichen Sinn dar? Diesen Fragen gehen Sabine Kirchmayr-Schliesselberger von der Universität Wien und Michael Tumpel von der JKU Linz nach.

Den praktischen Auswirkungen der Digitalisierung auf die Berufsbilder und Tätigkeiten des Wirtschaftstreuhänders ist eine letzte Session der Tagung gewidmet. Die beiden Referenten, Werner Rosar und Diether Daemon, sind in international agierenden Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskanzleien in Wien bzw. Salzburg tätig. Sie analysieren die bereits erfolgten und künftig möglichen digitalen Entwicklungen in der Steuerberatung bzw. der Wirtschaftsprüfung.

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