26. Mrz 2019   Business Recht

Frauscher wird mit CMS verkauft und weitere Deals

Sibylle Novak Credit Sailer CMS
Sibylle Novak ©Sailer / CMS

Wien. CMS begleitet das Management von Frauscher beim Verkauf an Delachaux. Neues gibt es u.a. auch vom Familypark St. Margarethen und Deloitte.

Nach einem Management Buy-Out im Jahr 2016 erfolgte nun der erfolgreiche Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung an der Frauscher Sensor Technology Group GmbH an das französische Familienunternehmen Delachaux, teilt Kanzlei CMS mit: Dabei hat erneut CMS Wien beraten.

Das Closing der Transaktion ging am 28. 2. 2019 über die Bühne, über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart.

Das Unternehmen

Die Frauscher Gruppe beschäftigt rund 430 Mitarbeiter in 13 Ländern und erzielte 2018 einen Umsatz von 70 Millionen Euro. Delachaux erwarb jetzt laut den Angaben mehr als 90% der Anteile an Frauscher Sensor Technology Group GmbH, der österreichischen Konzernmutter.

Das Management-Team werde eine Minderheitsbeteiligung an dem erfolgreichen Unternehmen in St. Marienkirchen halten. Die bisherige Mehrheitseigentümerin, die amerikanische Greenbriar Equity Group, hatte ursprünglich den Geschäftsanteil gemeinsam mit dem Management im Jahr 2016 von der Josef Frauscher Privatstiftung erworben.

Das CMS-Team hat hinsichtlich der steuerrechtlichen als auch der gesellschaftsrechtlichen Strukturierung und Abwicklung der Transaktion beraten, so Lead Partnerin Sibylle Novak. Zusätzlich waren die Associates Daniel Kropf und Thomas Aspalter im Bereich Tax und Corporate, sowie M&A-Partner Peter Huber im Beratungsteam.

Deloitte Legal berät beim Verkauf des Familypark St. Margarethen

Der Familypark St. Margarethen im Burgenland ist einer der größten Freizeitparks Österreichs. Nach rund 50 Jahren in Familienbesitz wurde der Familypark nun an einen strategischen Investor verkauft. Jank Weiler Operenyi, die österreichische Rechtsanwaltskanzlei des globalen Deloitte Legal Netzwerks, hat die Verkäufer bei der Veräußerung beraten.

Der Betrieb hat laut den Angaben rund 250 Mitarbeiter und zieht jährlich über 715.000 Besucher ins Burgenland. Neuer Eigentümer ist nach einem Bieterprozess die an der Pariser Börse notierte Compagnie des Alpes als Bestbieterin, so die Kanzlei. Sie zählt zu den führenden Betreibern von Skigebieten und Vergnügungsparks in Europa. „Für uns war es wichtig, den Familypark in guten Händen zu wissen. Wir haben uns sehr genau überlegt, wem wir unser Lebenswerk anvertrauen. So wird der Park in unserem Sinne weitergeführt und unseren Gästen ist weiterhin die hohe Qualität garantiert, für die wir immer gestanden haben”, so Verkäufer Mario Müller.

„Wir freuen uns, dass wir die Gründerfamilie dabei unterstützen konnten, ihr Lebenswerk im Rahmen eines internationalen Bieterprozesses an einen der großen europäischen Player im Bereich Vergnügungsparks zu verkaufen”, so Maximilian Weiler, Partner von Jank Weiler Operenyi/Deloitte Legal.

Die Beratungsteams

  • Das Beratungsteam von Jank Weiler Operenyi bestand aus Partner Maximilian Weiler, Counsel Johannes Lutterotti sowie den Associates Gerald Hendler und Anna Visontai (alle Corporate/M&A).
  • Die steuerliche Beratung der Verkäufer erfolgte durch Josef Steininger (Partner Accurata) und Christian Wilplinger (Partner Deloitte Tax). Das Investment Banking Team der Raiffeisen Bank International setzte sich aus Klaus Imhof (Head of M&A Investment Banking), Anneliese Egger (M&A Associate Director) und Florian Nitsche (Executive Director, Head of Consumer Goodes & Life Sciences) zusammen.
  • Die Käufer wurden von den Baker McKenzie Partnern Wendelin Ettmayer und Eva-Maria Ségur-Cabanac sowie Associate Stephanie Sauer (alle Corporate/M&A) beraten.

Heidelberger Druckmaschinen erhält frisches Kapital aus China

Die deutsche Heidelberger Druckmaschinen AG hat eine Barkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts ihrer Aktionäre erfolgreich durchgeführt. Die neuen Aktien wurden entsprechend den getroffenen Vereinbarungen von dem chinesischen Unternehmen Masterwork Group gezeichnet. Aufgrund der Kapitalerhöhung habe Masterwork als strategischer Ankerinvestor eine Beteiligung von rund 8,5% an Heidelberger Druckmaschinen AG erlangt.

Die Wirtschaftskanzlei Hengeler Mueller hat Heidelberger bei der Transaktion zum Gesellschafts- und Kartellrecht beraten. Tätig waren u.a. die Partner Carsten Schapmann (Gesellschaftsrecht/M&A), Andreas Austmann (Gesellschaftsrecht/M&A), Christoph Stadler (Kartellrecht) und Changfeng Tu (Gesellschaftsrecht/M&A, Shanghai).

Noerr berät EDF bei Series C-Finanzierungsrunde für ubitricity

Kanzlei Noerr hat erneut den französischen Energiekonzern EDF im Rahmen einer Finanzierungsrunde für ubitricity beraten. Gemeinsam stellen Heinz Dürr Invest GmbH, EDF und Next47 (Siemens) als bestehende Anteilseigner und die Honda Motor Company als neuer Investor dem E-Mobilty-Spezialisten 20 Millionen Euro zur Verfügung, heißt es.

Das 2008 in Berlin gegründete Unternehmen zähle zu den führenden Anbietern für intelligente Lade- und Abrechnungslösungen für Elektrofahrzeuge. Mit den neuen Mitteln soll der Aufbau von Ladeinfrastruktur in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den USA beschleunigt sowie die Technologie für den ab 2020 erwarteten Massenmarkt weiterentwickelt werden. Die Finanzierungsrunde hat Noerr für EDF mit einem Team um Robert Korndörfer und Christoph Spiering begleitet.

Freshfields berät Adler Real Estate bei Gewerbeportfolio-Deal

Freshfields Bruckhaus Deringer hat die in Israel gelistete Brack Capital Properties N.V. (BCP) bei der Veräußerung von drei Gewerbeeinheiten in Rostock, Celle und Castrop-Rauxel beraten. BCP ist eine 70-prozentige Beteiligung der Adler Real Estate AG.

Der Vermögenswert der verkauften Assets entspricht laut den Angaben rund 180,6 Mio. Euro und damit etwa 37 Prozent des reinen Gewerbeportfolios der BCP. Käufer sei eine etablierte, auf Immobilien spezialisierte Private Equity Firma aus London.

Die Transaktion wird als Share Deal durchgeführt und die BCP werde als Minderheitsgesellschafterin mit 10,1 Prozent an den verkauften Gesellschaften indirekt beteiligt bleiben. Der Vollzug der Transaktion erfolge nach Erfüllung marktüblicher Bedingungen.

Die Veräußerung der Gewerbeeinheiten entspreche der Strategie von Adler, das Geschäft der Gruppe ausschließlich auf Wohneinheiten zu konzentrieren. Federführend bei dieser Transaktion beraten haben Gregor von Bonin (Düsseldorf) und Julia Haas (Frankfurt, Global Transactions).

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