Immobilien: DLA Piper auf der Blockchain-Real 2019

Walter Strametz Credit Strametz
Walter Strametz ©Strametz

Wien. Am 21. Mai 2019 findet zum zweiten Mal die Blockchain-Real statt: Die Veranstaltungsreihe will als erste ihrer Art Blockchain & Immobilien im DACH-Raum populär machen.

Die Anwaltskanzlei DLA Piper begleitet das Event, auf dem zehn einschlägige Start-ups präsentiert werden, als Ökosystem-Partner und Sponsor. Die Immobilienbranche befindet sich im Wandel, heißt es bei der Kanzlei: Aufstrebende Unternehmen wollen Immobilieninvestments mit Hilfe der Blockchain-Technologie erheblich vereinfachen.

Im Zuge der Blockchain-Real (21. 5. im Hotel SO/Vienna, Sofitel) sei Wien ein Mittelpunkt dieser Entwicklung. 2018 wurde die Veranstaltung erstmalig organisiert und führte zur Gründung der von DLA Piper gesponserten NGO und Interessensvertretung FIBREE, die im Zuge der Blockchain-Real ihren World Summit abhält. Auch Akteure wie die Zeitschrift Gewinn und Fachverlag Linde unterstützen die Blockchain-Real.

Tokenisierung: Immobilien scheibchenweise erwerben

Die Besucher der Blockchain-Real lernen unter anderem Denis Petrovcic vom slowenischen Start-up Blocksquare kennen. Blocksquare habe sich zum Ziel gesetzt, Immobilieninvestments durch Tokenisierung auf einfache und sichere Weise jederzeit für jedermann zugänglich zu machen.

Denis Petrovcic Credit Jernej Lasic
Denis Petrovcic ©Jernej Lasic

Ein erstes Objekt wurde bereits digitalisiert, Blocksquare konnte sich mit ihrem Konzept auch international bei der „Real Estate Blockchain Competition“ im Schweizerischen „Cryptovalley“ unter über 150 Teilnehmern als Sieger durchsetzen und 100.000 US-Dollar mitnehmen, heißt es weiter.

Blockchain per Bank als USP

Ein weiteres spannendes Unternehmen sei das schweizerisch-österreichische Start-up element36, das von Walter Strametz, Organisator der Blockchain-Real, gegründet wurde. „Mit der Lösung von element36 können z.B. Treuhandprozesse, Anzahlungen oder auch Versteigerungen digital via Bankkonto und trotzdem auf der Blockchain abgewickelt werden, ohne dass der Endbenutzer die Blockchain-Technologien wie etwa Kryptowährungen beherrschen muss“, so Strametz.

Dazu bilde element36 ‚Fiat-Währungen‘, also herkömmliche Währungen wie Euro oder Schweizer Franken, auf der Blockchain ab. Somit können staatliche Währungen im Zuge der immer bedeutender werdenden Smart Contracts verwendet werden, so Strametz. Damit könne jede Person im Sinne eines Fractional ownerships ein Glied in der Kette werden. Die Lösung sei von den Schweizer Finanzbehörden reguliert.

Der sehnsüchtige Blick in die Schweiz

A propos Schweiz: Die Eidgenossenschaft gilt als globaler Vorreiter in Sachen Blockchain und erlaubt deswegen sozusagen einen Blick in die Glaskugel, was in heimischen Märkten zu erwarten ist, heißt es.

Christoph Urbanek Credit DLA Piper
Christoph Urbanek ©DLA Piper

DLA Piper-Partner Christoph Urbanek ist Legal Advisor von element36 für den Bereich Immobilien. Strametz, Urbanek und Petrovcic, die in Form einer Partnerschaft zusammenarbeiten, präsentieren ihre Lösung am Nachmittag ab 14:00 Uhr gemeinsam auf dem FIBREE Summit: Dabei zeigt Strametz vor, wie man Geld vom Bankkonto in den Smart Contract transferiert, Denis Petrovcic erläutert die Generierung von Tokens, und Christoph Urbanek nimmt zum rechtlichen Fundament für die Tokenisierung von Real Estate Stellung.

Der sehnsüchtige Blick zur Aufsicht

„Die Blockchain-Technologie ist für die Immobilienfinanzierung von großer Bedeutung und macht diese nicht nur für Großinvestoren, sondern für jedermann zugänglich. Diese Technologie hat auf jeden Fall das Potential, sich in Österreich zu etablieren. Es ist jedoch wichtig, dass die Finanzmarktaufsicht (ebenfalls bei der Blockchain-Real vertreten) bei derartigen Entwicklungen immer mit ins Boot geholt wird, um ein stabiles System wie in der Schweiz schaffen zu können“, so DLA Piper-Partner Urbanek.

Link: Blockchain-Real

Link: DLA Piper

 

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