Neue Chefs für Internorm, Mondelēz und BMDW

08. Mai 2019   Business Personalia
Helmuth Berger Credit Internorm
Helmuth Berger ©Internorm

Traun / Wien. Bei Internorm werden Helmuth Berger und Heinz Scharl alleinige Geschäftsführer. Umbesetzungen gibt es auch bei Mondelēz und im Wirtschaftsministerium.

Der marktführende Fensterhersteller Internorm will die Unternehmensführung verschlanken. Die bisherige Geschäftsführung, bestehend aus drei Geschäftsführern, werde auf eine operative und eine strategische Geschäftsführung reduziert:

  • Für die operative Geschäftsführung zeichnet nun konkret Helmuth Berger allein verantwortlich. Er ist seit 2015 Geschäftsführer und war bisher für die Bereiche Finanzen, Personal, IT & Logistik zuständig. Der neue CEO hat laut früheren Angaben bereits als Lehrling vor bald fünf Jahrzehnten die ersten Schritte im Unternehmen gemacht.
  • Den strategischen Bereich in der Geschäftsführung übernimmt Heinz Scharl, der zugleich Vorstandsmitglied der IFN Holding AG ist.
  • Die bisherigen Geschäftsführer Johann Pichler und Thomas Vondrak scheiden aus dem Unternehmen aus.
Heinz Scharl Credit Internorm
Heinz Scharl ©Internorm

Internorm mit Sitz in Traun sieht sich als größte international tätige Fenstermarke Europas, mit über 1.870 Mitarbeitern. Mehr als 25 Millionen Fenstereinheiten und Türen – zu 100 Prozent „Made in Austria“ – haben laut den Angaben die drei Produktionswerke Traun, Sarleinsbach und Lannach bisher verlassen. Zur Produktpalette gehören neben den Fenster- und Türsystemen auch Sonnen- und
Insektenschutzsysteme.

Ludwig Askemper wird Managing Director bei Mondelēz

Mondelēz International ernennt Ludwig Askemper (55) zum neuen Managing Director Österreich. Er folgt damit auf Daniel Bsteh, der nach Zürich wechselt.

Ludwig Askemper Credit Mondelez
Ludwig Askemper ©Mondelez

Bsteh, der seine Karriere vor knapp 19 Jahren bei Mondelēz International in Wien – damals noch Kraft Jacobs Suchard – begonnen hat, werde künftig im europäischen Headquarter in Zürich maßgeblich für pan-europäische Sales-Aufgaben des Unternehmens verantwortlich sein.

Askemper, der neue Geschäftsführer von Mondelez Österreich, begann seine Karriere 1992 bei Mars Deutschland und kam 2010 zu Mondelēz International (ehemals Kraft Foods) als Vertriebsleiter für die Kategorien Schokolade, Kekse und Bonbons in Deutschland. Im Jahr 2012 übernahm er die Rolle des Managing Director für die nordischen Länder.

Ab Mitte 2014 arbeitete Ludwig laut den Angaben an Transformationsprojekten in mehreren europäischen Ländern und hatte die Position des Sales Director Strategy für Deutschland, Österreich und die Schweiz inne. Zuletzt verantworte er die Märkte Tschechien und Slowakei als Managing Director.

„Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit dem österreichischen Team und bin überzeugt, dass wir unsere starke Position im Snacking-Bereich gemeinsam ausbauen können“, wird Askemper zitiert.

Neue Sektionschefs im Wirtschafts- und Digitalisierungsministerium

Wirtschafts- und Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck besetzt Schlüsselpositionen in ihrem Ministerium um: Dafür gebe es nicht politische, sondern sachliche Gründe. Aufgrund der verändernden Ressortbezeichnung und Schwerpunktsetzung habe das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) im vergangenen Jahr eine moderne und neue Struktur erarbeitet.

„Die Digitalisierung verändert Wirtschaft und Gesellschaft. Dieser Wandel spiegelt sich auch in der öffentlichen Verwaltung wider. Grundsätzlich müssen wir Bürgerinnen und Bürger stärker als bisher als Kunden sehen, Raum für Innovation schaffen und die Unternehmen in Österreich bestmöglich in ihrer täglichen Arbeit unterstützen“, so Schramböck.

Das Bundesministerium umfasst nun fünf Sektionen sowie eine Präsidialsektion, die sämtliche Steuerungs- und Service-Aufgaben übernehmen werde. Kürzlich wurden die letzten Neubestellungen vorgenommen. Als finaler Schritt wurden die Sektionsleitungen vergeben, heißt es.

Die neuen Sektionsleitungen im Überblick:

  • Präsidialsektion (Steuerung und Services) – Sektionsleitung Dr. Matthias Tschirf
  • Sektion I (Digitalisierung und E-Government) – Sektionsleitung Dr. Gerhard Popp (unverändert)
  • Sektion II (Wirtschaftsstandort, Innovation und Internationalisierung) – Sektionsleitung Mag. Florian Frauscher
  • Sektion III (EU und internationale Marktstrategien) – Sektionsleitung Mag. Cynthia Zimmermann
  • Sektion IV (Nationale Marktstrategien) – Sektionsleitung Mag. Georg Konetzky
  • Sektion V (Kulturelles Erbe) – Sektionsleitung Mag. Elisabeth Udolf-Strobl (unverändert)

Die neue Organisation und ihre Aufgaben

  • Die neue Organisationsstruktur verankere den Ressortschwerpunkt Digitalisierung in allen Sektionen. Schwerpunktmäßig sei dieses Thema aber vor allem in der Sektion I „Digitalisierung und E-Government“ angesiedelt (digitale Lösungen für Bürger, Unternehmen und Verwaltung sowie Programme zur „digitalen Gesellschaft“).
  • Die Sektion II „Wirtschaftsstandort, Innovation und Internationalisierung“ betreibe aktive Standortpolitik, Angewandte Forschung, Schlüsseltechnologien und betreut den Bereich der Unternehmensfinanzierung.
  • Die Sektion III „EU und internationale Marktstrategien“ ist als Kompetenzzentrum für internationale Handelspartnerschaften sowie Außenwirtschaft gedacht und fungiere als Kontakt zu internationalen Wirtschaftsorganisationen wie etwa der OECD.
  • Die Sektion IV „Nationale Marktstrategien“ hat einen Fokus auf Berufsausbildung und Fachkräfte, Gewerberecht und Aufgaben des Norm- und Vermessungswesens.
  • Die Sektion V „Kulturelles Erbe“ kümmere sich vor allem um das Beteiligungsmanagement der historischen Immobilien und Mobilien, wie etwa bei der Burghauptmannschaft und Schloss Schönbrunn, sowie um den Bereich Wohnungs- und Siedlungspolitik.
  • Unterstützt werden diese fünf Sektionen durch die neue Präsidialsektion „Steuerung und Services“, wo nun die zentralen Bereiche wie Budget, Personal, Recht, Protokoll und Öffentlichkeitsarbeit für das gesamte Ressort verankert sind.

Link: BMDW

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