„Manz ist jetzt frei für neue Kooperationen und Allianzen“

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Susanne Stein-Pressl ©Mike Ranz

Wien. Die Eigentümerfamilien von Manz haben den 40%-Anteil von Wolters Kluwer aufgekauft. Manz-Chefin Susanne Stein-Pressl spricht über die neuen Ziele von Österreichs führendem Fachverlag.

Die Anteile des niederländischen Wolters Kluwer-Konzerns wurden von den übrigen Haupteigentümern rückwirkend zum 1. 1. 2019 zurückgekauft, wie der Verlag vor kurzem mitgeteilt hat. Damit geht man nach rund 25 Jahren getrennte Wege, der Fachverlag und Informationsanbeiter Manz befinde sich nun wieder zur Gänze in Familienbesitz. „Wir bedanken uns bei Wolters Kluwer für die vertrauensvolle Kooperation und die Einblicke, die wir dadurch gewinnen konnten“, so Manz Gruppen-CEO Susanne Stein-Pressl, die selbst zur Eigentümerfamilie Stein gehört.

Die neuen Ziele

Die Verlagsgruppe Manz werde nun aus eigener Kraft in die neue Ära der digitalen Informationsangebote aufbrechen – wo man bereits mit Angeboten wie der Rechtsdatenbank RDB ein starker Player ist. Vor kurzem hat man die Schulbuch-Aktivitäten an die Taus-Gruppe verkauft, fokussiert also auf das Kerngeschäft Rechts-, Steuer- und Wirtschaftsinformation.

Die Erträge aus dem Verkauf des Schulbuchgeschäfts wurden „zu einem kleinen Teil“ eingesetzt um Wolters Kluwer auszukaufen, so Stein-Pressl zu Extrajournal.Net. Der Ausstieg der Niederländer dürfte jedenfalls keine kleine Transaktion gewesen sein. „Der Anteil von Wolters Kluwer lag aus gesellschaftsrechtlicher Sicht immer bei 40 Prozent“, so die Manz-Chefin.

„Kooperationen und Allianzen für die Digitalisierung“

Über die Gründe für die neue Eigentümerstruktur sagt sie: „Wir bei Manz glauben, dass die technologische Entwicklung an sich schon eine große Herausforderung ist. Durch die wiedererlangte Eigenständigkeit werden nun Kooperationen und Allianzen im Bereich der Digitalisierung leichter möglich.“

Insbesondere im Bereich Legal Tech könne sich Manz nun „zum Beispiel eine stärkere Zusammenarbeit mit Start-up-Unternehmen vorstellen. Der Einstieg von Manz beim Start-up SimplexDoks ist ein solches Beispiel.“ Für den kommenden Sommer 2019 hat Manz außerdem ein „GOVTech Accelerator“-Programm mit dem Gemeindebund und Future Law geplant.

Link: Manz

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