Wiener und Grazer Uni verlängern Anmeldefrist

15. Mai 2019   Bildung & Uni Recht
Uni Graz Hauptgebäude Credit Uni Graz cp pictures
Uni Graz Hauptgebäude ©Uni Graz / cp-pictures

Studenten gesucht. Fristverlängerung heißt es an den Unis Graz und Wien bei Jus und weiteren Studien: Es gibt zumindest bisher weniger Anmeldungen als erwartet, Aufnahmetests erscheinen unwahrscheinlich.

So teilt die Universität Graz mit, man habe Maßnahmen beschlossen, um die vorhandenen Studienplatzkontingente „in Rechtswissenschaften und Umweltsystemwissenschaften voll auszuschöpfen“.

Zwar endet für Betriebswirtschaft, Economics sowie Rechtswissenschaften und Umweltsystemwissenschaften (USW) mit den drei Fachschwerpunkten Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft und Geographie an der Universität Graz heute, den 15. Mai 2019, um 23:59 Uhr die Registrierungsfrist zu den Aufnahmeverfahren.

Gibt es weniger BewerberInnen als Studienplätze – in Betriebswirtschaft 910, in Economics 310, in Rechtswissenschaften 600, in USW in Summe 380 – entfalle jedoch das weitere Aufnahmeverfahren. Und da in den Studien Rechtswissenschaften und Umweltsystemwissenschaften heuer erstmals ein Aufnahmeverfahren verankert wurde und die Studienplatzkontingente „aller Voraussicht nach nicht zur Gänze ausgeschöpft werden“, können sich Interessierte ab 22. Mai 2019 nachanmelden, so lange Studienplätze verfügbar sind, so die Uni.

Wer darf später kommen

Zu dieser Nachanmeldung sind laut den Angaben alle StudienwerberInnen berechtigt, die erstmals zugelassen werden wollen und sich bisher noch nicht registriert haben. Für den Erhalt eines Studienplatzes ist die Absolvierung des Online-Self-Assessments verpflichtend. Die Plätze werden in der Reihenfolge des Einlangens der Anmeldung vergeben, diese ist bis längstens 31. August 2019 möglich.

Die Universität Graz reagiere mit dieser Maßnahme auf die möglicherweise noch nicht ausreichend bekannten Fristen dieser erstmals betroffenen Studien.

Für die Aufnahmeverfahren der Studien Psychologie, Pharmazie, Molekularbiologie, Biologie, Translationswissenschaften sowie Bildungs- und Erziehungswissenschaft läuft die Registrierungsfrist noch bis 15. Juli 2019.

Die Registrierung für die Bachelor-, Master- und Diplomstudien muss über das Bewerbungstool der Universität Graz erfolgen.

Die Uni Wien verlängert ebenfalls

Auch die Universität Wien verlängert die Registrierungsfrist für einige Studien mit Aufnahmeverfahren, und zwar konkret bis 3. Juni 2019:  Um „das vorhandene Potential der zur Verfügung stehenden Studienplätze optimal auszuschöpfen“, können sich Studieninteressierte noch bis 3. Juni 2019 für die Aufnahmeverfahren der folgenden Studien an der Universität Wien registrieren:

  • Rechtswissenschaften
  • Betriebswirtschaft
  • Internationale Betriebswirtschaft
  • Volkswirtschaftslehre
  • Informatik
  • Wirtschaftsinformatik
  • Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
  • English and American Studies
  • Chemie

Die Registrierung für Aufnahme-/Eignungsverfahren ist auch für Studieninteressierte möglich, die ihr Reifezeugnis noch nicht erhalten haben.

Für die weiteren Studien mit Aufnahme-/Eignungsverfahren der Universität Wien endet die Registrierungsfrist am 15. Juli 2019 (u.a. Lehramt, Psychologie, Pharmazie). Infos zur Anmeldung gibt es auf dem Aufnahme-Portal der Uni Wien.

Warum das alles?

Die heutige Ankündigung der beiden Unis – separat, aber mit streckenweise sehr ähnlich klingenden Formulierungen – erscheint auf den ersten Blick verblüffend, insbesondere als seit heuer etwa bei Jus sogar Aufnahmetests für den Fall zu vieler BewerberInnen vorgesehen sind.

Doch des Rätsels Lösung ist einfach: Je mehr aktive Studierende eine Uni hat, desto größer ist das ihr zugeteilte Budget. Für die Universitäten kommt es also darauf an, bei der Zahl der Studienanfänger möglichst eine Punktlandung zu schaffen: Nicht so viele, dass die Maximalkontigente überschritten würden (dann gibt es notfalls Aufnahmetests), aber auch nicht so wenige dass Kürzungen drohen.

Bis jetzt scheinen die Grazer und Wiener Uni, die zu den größten im Land zählen, mit der Zahl der neuen Studierenden noch nicht zufrieden zu sein. Auch die Uni Innsbruck hat vor kurzem angekündigt, heuer keinerlei Studienplatzbeschränkungen einsetzen zu wollen.

 

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