DisAbility Confidence Day 2019: Was die Großen tun

11. Jun 2019   Business Recht Veranstaltung
4. DisAbility Confidence Day Credit Stefan Ebersberger
4. DisAbility Confidence Day ©Stefan Ebersberger

Wien. Am 4. DisAbility Confidence Day zogen die Veranstalter positive Bilanz. Unternehmen wie Magenta Telekom und Verbund präsentierten ihre Sicht der Dinge.

Zum 10. Jahrestag des Veranstalters myAbility fand heuer im Studio 44 der Österreichischen Lotterien der 4. DisAbility Confidence Day statt. Den rund 300 Gästen zeigten Top-Manager, was ihre Unternehmen in Sachen DisAbility vorleben und mit wieviel Motivation und Begeisterung sie diesen Weg fortsetzen, so die Veranstalter.

Veranstalter Gregor Demblin, Gründer von myAbility, erklärt, „Als ich vor 10 Jahren gemeinsam mit Wolfgang Kowatsch die Jobplattform Career Moves für Menschen mit Behinderung gegründet habe, stieß unser Angebot auf großes Interesse. In der Folge wandten sich immer mehr Unternehmen an uns, wie etwa die UniCredit Bank Austria oder die REWE-Gruppe.“

Es habe auch auf Unternehmensseite ein großes Bedürfnis nach Informationen und Lösungsansätzen rund um das Thema Disability bestanden. „Darauf sind wir eingegangen, und daraus ist in der Folge die soziale Unternehmensberatung myAbility entstanden“, so Demblin. Später wurden für den Austausch der Unternehmen untereinander das Disability Wirtschaftsforum gegründet sowie der DisAbility Confidence Day eingeführt.

Die Laudatio hielt Robert Zadrazil: Der Vorstandsvorsitzende der UniCredit Bank Austria und Partner der ersten Stunde bedankte sich bei Demblin und seinem Team und fügte hinzu: „Ich wünsche mir, dass noch viel mehr Unternehmen in Österreich die wirtschaftliche Notwendigkeit von Barrierefreiheit und Inklusion erkennen – und dass wir das auch zu einem weiteren Exportschlager aus Österreich entwickeln können.“

Gesellschaftskritik von Raul Krauthausen

Gesellschaftskritisch gab sich der deutsche Aktivist Raul Krauthausen in seiner Keynote „Dachdecker werden wollte ich eh nicht“. Menschen mit Behinderung seien nicht immer nur dann zu inkludieren, wenn andere davon profitieren. „Sie müssen teilnehmen an der Gesellschaft um teilhaben zu können und letztlich ein Teil zu sein.“

Zum Thema „Barrierefreiheit zwischen Innovation und Standard“ diskutierten danach Flughafen-Vorstand Günther Ofner, ÖBB-Personenverkehr-Vorstand Michaela Huber und Verbund-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Anzengruber über Errungenschaften und Defizite im Bereich Barrierefreiheit sowie über Innovation und Zukunftsperspektiven

Zum Thema „Innovative Technologien als Gamechanger“ diskutierte Dorothee Ritz, General Manager von Microsoft Österreich, mit dem UNIQA-Vorstandsvorsitzenden Andreas Brandstetter und Magenta Telekom-Chef Andreas Bierwirth sowie Veranstalter Gregor Demblin.

Digitale Technologien und AI ermöglichen es Menschen mit Behinderung, produktiver zu arbeiten und zu leben, so die Veranstalter: Demblin zeigte dabei Risiken auf und verwies gleichzeitig auf das enorme Potenzial von technischen Hilfsmittel, welche die Grenzen von Behinderung in Zukunft deutlich verschieben werden.

Unternehmen vor den Vorhang

Der mittlerweile vierte DisAbility Confidence Day liefert laut den Veranstaltern aber auch Anlass zur Freude. „Es ist großartig, was die Unternehmen bereits durchgesetzt haben“, so Demblin. Konkret hervorgehoben wurden:

  • CHSH – Heinrich Foglar-Deinhardstein: CHSH ist eine der führenden Wirtschaftskanzleien Österreichs. Sie leistet Beratung für soziale und gesellschaftlich wichtige Projekte wie myAbility. CHSH ist stolz darauf, mutigen und idealistischen Unternehmern bei der Umsetzung einer visionären Idee helfen zu können.
  • Energie Steiermark – Martin Graf: Barrierefreie Wirtschaft ist der Energie Steiermark ein großer Anliegen, daher arbeitet das Unternehmen daran, zukünftig eine Vorreiterrolle in Sachen Inklusion einzunehmen. Mit der Unterstützung von myAbility ist die Energie Steiermark auf dem besten Weg, dieses Ziel zu erreichen.
  • Flughafen Wien – Günther Ofner: Um Barrierefreiheit am Flughafen Wien optimal zu gewährleisten, steht der Airport in regelmäßigem Austausch mit neun Behindertenorganisationen. Als verantwortungsvoller Arbeitgeber ist es von höchster Bedeutung, gute Rahmen- und Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten zu schaffen und diese stets zu adaptieren.
  • Auch Magenta Telekom, Microsoft, ÖBB Personenverkehr und die Österreichischen Lotterien sowie UniCredit Bank Austria,  UNIQA und Verbund kamen mit Testimonials zu Wort.

 

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