18. Jul 2019   Finanz Recht

Aufträge für Banken-Berater: Noerr, Weber & Co und mehr

Hamburg / Wien. Wirtschaftskanzlei Noerr berät comdirect beim Verkauf der B2B-Direktbank ebase. In Österreich hilft Weber & Co beim Börsengang von Addiko.

Die deutsche Wirtschaftskanzlei Noerr hat die comdirect bank AG beim jetzt vollzogenen Verkauf der European Bank for Financial Services GmbH (ebase) beraten. Käufer der B2B-Direktbank ist der international tätige Finanztechnologieanbieter FNZ.

Die FNZ Group stelle etablierten Finanzinstituten Plattform-Lösungen für die gesamte Wertschöpfungskette im Anlagegeschäft zur Verfügung („Platform as a Service“). Mit ebase übernehme FNZ eine B2B-Direktbank, die für Finanzvertriebe, Versicherungen, Banken, Vermögensverwalter und andere Unternehmen einen Full-Service anbietet.

Ein Noerr-Team um Volker Land, Co-Leiter des Hamburger Standorts der Kanzlei und Spezialist für Banken-M&A, hat die comdirect im Rahmen der Transaktion beraten, die bereits vor über einem Jahr vereinbart wurde.

Die früheren Anteilseigner von FNZ (H.I.G. Capital und General Atlantic) hatten ihre Beteiligung an FNZ anschließend im 4. Quartal 2018 an den kanadischen Pensionsfonds La Caisse de dépôt et placement du Québec („CDPQ“) veräußert. Den für die Übernahme der Bank erforderlichen regulatorischen Genehmigungen kam damit für die Transaktion besondere Bedeutung zu, die nun mit dem Vollzug ihren erfolgreichen Abschluss gefunden hat, heißt es weiter.

Weber & Co. berät Emissionsbanken beim Börsegang der Addiko Bank

Die Addiko Bank AG – aus einem Teil der früheren Hypo Alpe-Adria hervorgegangen – schloss im Juli 2019 als insgesamt dritte Gesellschaft nach Marinomed und Frequentis in diesem Jahr den Börsegang (IPO) an der Wiener Börse ab. Die Aktien werden seit 12. Juli 2019 im Amtlichen Handel der Wiener Börse notiert. Die österreichische Anwaltssozietät Weber & Co. war im Rahmen des Börsegangs für die Joint Global Coordinators und die weiteren Emissionsbanken als Rechtsberater zum österreichischen Recht tätig.

Die Addiko Group ist eine auf Konsumenten und KMU (SME) spezialisierte Bankengruppe in Zentral- und Südost-Europa (CSEE). Die Addiko Group besteht aus der Addiko Bank AG, der österreichischen Mutterbank mit Sitz in Wien, sowie sechs Tochterbanken, die in fünf CSEE-Ländern registriert, konzessioniert und tätig sind: Kroatien, Slowenien, Bosnien und Herzegowina (zwei Banken), Serbien und Montenegro. Sie hat laut den Angaben insgesamt rund 828.000 Kunden.

Im Zuge des Börsegangs wurden rund 10,7 Millionen Aktien aus dem Bestand der bisherigen Aktionäre zum Preis von EUR 16,00 je Aktie bei institutionellen Investoren platziert. Die Aktien notierten erstmals am Freitag, 12. Juli 2019, im Amtlichen Handel der Wiener Börse und wurden mit 15. Juli 2019 in den Index ATX prime aufgenommen.

Als Joint Global Coordinators fungierten Citigroup Global Markets Limited und Goldman Sachs International. Der Kreis der weiteren Bookrunner bestand aus Erste Group Bank AG, Keefe, Bruyette & Woods und Raiffeisen Centrobank AG.

Das Transaktionsteam von Weber & Co. bestand aus Stefan Weber (Partner, Federführung), Christoph Moser (Partner), Angelika Fischer, Sonja Karpf und Yvonne Gutsohn (alle Associates).

Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom, Frankfurt, unter der Federführung von Partner Stephan Hutter beriet die Emissionsbanken im Rahmen des IPO als International Counsel und zu Fragen des US-Rechts. Die Addiko Bank selbst wurde von Freshfields und Wolf Theiss beraten.

White & Case berät Banken bei Befesa

White & Case hat ein Bankenkonsortium zur Refinanzierung der Kreditlinien der Befesa S.A. beraten. Befesa ist laut den Angaben ein führender internationaler Anbieter von umweltrechtlich regulierten Dienstleistungen für die Stahl- und Aluminiumindustrie mit Standorten in Deutschland, Spanien, Schweden, Frankreich und Großbritannien sowie in der Türkei, Südkorea und China.

Mit den beiden Geschäftseinheiten Stahlstaub- und Aluminiumsalzschlackenrecycling recycle Befesa jährlich mehr als 1.500 kt Reststoffe und produziere mehr als 600 kt neue Materialien. Das Finanzierungsvolumen beträgt insgesamt 636 Mio. Euro und umfasse neben einer Term Loan B cov-lite Fazilität in Höhe von 526 Mio. Euro mit sieben Jahren Laufzeit auch eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von 75 Mio. Euro und eine Garantiefazilität in Höhe von 35 Mio. Euro.

Die Citigroup Global Markets Limited agierte als Global Coordinator. Die Banco Bilbao Vizcaya Argentaria, Banco Santander, sowie die Commerzbank waren als Joint Bookrunner involviert. Das White & Case Team stand unter der Federführung von Partnerin Vanessa Schürmann und Local Partner Andreas Lischka.

 

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