05. Aug 2019   Bildung & Uni Recht

Aktuelle Mandate: Größter Airport, Banken-Neustart und mehr

Wirtschaftskanzleien. Anwalt Kazim Yilmaz berät Indect beim Airport Instanbul, CMS hilft beim Neustart von Schnigge und die Uni Innsbruck startet eine Europäische Genossenschaft.

Die niederösterreichische Indect Electronics & Distribution GmbH hat am Istanbul New Airport, dem größten Flughafen der Welt, das Parkleitsystem geliefert. Das weltweit agierende Unternehmen für Parking-Technologie wurde dabei von Rechtsanwalt Kazim Yilmaz beraten.

Alle fünf Parkhäuser an dem Airport werden mit Sensor-Systemen von Indect ausgestattet, heißt es weiter. Gemessen an Stückzahlen und Parkplatzanzahl sei das System ein Rekordhalter. Ein „Car Locator“ Service hilft beim Auffinden des abgestellten Autos durch Eingabe des Kennzeichens.

„Es ist schön zu sehen, dass bei den größten Projekten dieser Art auf die verlässlichen Systeme unserer österreichischen Mandantin zurückgegriffen wird“, lobt Anwalt Yilmaz.

CMS begleitet Rettung von Schnigge Wertpapierhandelsbank

Die im geregelten Markt der Börse Düsseldorf gelistete Schnigge Wertpapierhandelsbank SE hat ihr am 1. 1. 2019 eröffnetes Insolvenzverfahren hinter sich gelassen und führt ihren Geschäftsbetrieb nun wieder außerhalb der Insolvenz fort, freut sich CMS.

Grundlage für die erfolgreiche Sanierung des Unternehmens sei ein am 11. Juli 2019 mit der Zustimmung sämtlicher Gläubigergruppen angenommener Insolvenzplan. Demnach wird die Hamburger Seaside Capital GmbH die bestehenden Aktien des Unternehmens vollständig übernehmen. Im Anschluss werde eine Rekapitalisierung des Unternehmens über zwei Kapitalerhöhungen stattfinden, zu deren Zeichnung zum einen die Seaside Capital GmbH und zum anderen die bisherigen Aktionäre zugelassen werden.

Über diese Kapitalmaßnahme werde den Schnigge-Aktionären die Möglichkeit eingeräumt, am zukünftigen Wertzuwachs des nach Umsetzung des Insolvenzplans unter Schnigge Capital Markets SE firmierenden Unternehmens zu partizipieren.

Ein weiterer Baustein der erfolgreichen Sanierung sei die Möglichkeit zum Erhalt der Börsennotierung im geregelten Markt der Börse Düsseldorf, der eine Beteiligung an dem restrukturierten Unternehmen attraktiv mache.

Ein CMS-Team um Lead Partner Daniel Kamke und Counsel Maximilian Hacker hat die Eigenverwaltung während des Schnigge-Insolvenzverfahrens insolvenzrechtlich sowie in Bezug auf die Umsetzung des Insolvenzplans beraten.

Die Schnigge Wertpapierhandelsbank SE, mit Sitz in Frankfurt am Main, war vor ihrer Insolvenz ein Finanzdienstleistungsunternehmen im Bereich des börslichen und außerbörslichen Wertpapierhandels, der Vermögensverwaltung und der Corporate Finance. Künftig werde die Gesellschaft unter ihrer neuen Firmierung in Hamburg ansässig sein, zunächst erlaubnisfreies Geschäft betreiben und strebe mittelfristig die Wiedererlangung einer Erlaubnis zum Betrieb von Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäften an.

Uni Innsbruck errichtet Europäische Genossenschaft

Die Software-Plattform Transkribus wurde im Rahmen des Horizon-2020-EU-Forschungsprojekts READ von der Uni Innsbruck in Zusammenarbeit mit Forschungsgruppen aus ganz Europa entwickelt. Aufgrund des großen internationalen Interesses werde das Projekt als europäische Genossenschaft (SCE) weitergeführt, so die Uni.

Nun ist die Gründungsversammlung an der Universität Innsbruck erfolgt. Der Österreichische Raiffeisenverband übernahm die Überführung in eine Genossenschaft. Read-Coop sei somit die erste europäische Genossenschaft des Raiffeisenverbandes in Österreich.

Die neue europäische Genossenschaft Read-Coop trage bereits in ihrem Namen einen zentralen Aspekt der Plattform: Kooperation. Die EU biete mit dem Modell der Europäischen Genossenschaft, kurz SCE für Societas Cooperative Europaea, ausgezeichnete Rahmenbedingungen, die eine Zusammenarbeit über Länder- und Fachgrenzen hinweg ermöglichen.

„Es handelt sich dabei um eine demokratisch organisierte Organisation, die offen für neue Mitglieder ist, die wiederum durch den Erwerb von Anteilen zu Miteigentümern werden. Zugleich bietet eine SCE die Möglichkeit, geschäftlich tätig zu werden und so die weitere Zukunft und Weiterentwicklung der Transkribus-Plattform abzusichern“, so Günter Mühlberger. Er leitet die Gruppe für Digitalisierung und Elektronische Archivierung an der Universität Innsbruck und hat mit seinem Team federführend die Serviceplattform Transkribus ins Leben gerufen.

 

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