02. Sep 2019   Bildung & Uni Recht Steuer

Buch: Die Zinsschranke und ihre Umsetzung

Die Zinsschranke Credit LexisNexis
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Steuerplanung. Die EU ruft mit Artikel 4 der Anti Tax Avoidance Directive die „Zinsschranke“ für Konzerne ins Leben: Ein neues Buch betrachtet die Umsetzung in Österreich.

Die Bekämpfung aggressiver Steuerplanungsmodelle hat sich in den letzten Jahren zu einem zentralen Thema der steuerpolitischen Diskussion entwickelt, erinnert Verlag LexisNexis: Dabei gewinnt die Verschiebung von Gewinnen mittels Zinszahlungen immer mehr an Aufmerksamkeit. Sie gilt als eine der einfachsten Techniken der Gewinnverlagerung im Bereich der internationalen Steuerplanung.

So funktioniert die Zinsschranke

Aufbauend auf den Vorarbeiten der OECD in ihrem BEPS-Projekt verpflichtet die Europäische Union nun ihre Mitgliedstaaten – und damit auch Österreich – durch die Anti-Tax Avoidance Directive (ATAD) zur Umsetzung einer sogenannten „Zinsschranke“.

Durch sie wird der Abzug von Zinsaufwendungen bei Körperschaften zwingend auf einen gewissen Prozentsatz eines steuerlichen Betriebsergebnisses (steuerliches EBITDA) beschränkt. Dadurch sollen Gewinnverschiebungen mittels überhöhter Zinszahlungen eingedämmt werden.

Das neue Buch analysiert die Vorgaben des Artikels 4 ATAD für die Einführung einer Zinsschrankenregelung in den Mitgliedstaaten sowie deren mögliche Umsetzung in Österreich (Schriften zum österreichischen Abgabenrecht, Bd. 82).

Inhalt und Autor

Das Ziel der Arbeit bestehe vor allem darin, die sich aus der ATAD ergebenden Rahmenbedingungen und Gestaltungsspielräume bei der Implementierung der Zinsschranke aufzuzeigen. Unter der Berücksichtigung von unions-, verfassungs- und abkommensrechtlichen Anforderungen werden dabei Umsetzungsvarianten herausgearbeitet, die sich stimmig in das österreichische Ertragsteuerrecht einfügen.

Autor Dr. Matthias Mayer ist Berufsanwärter in einer international tätigen Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Wien und war zuvor als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Österreichisches und Internationales Steuerrecht der Wirtschaftsuniversität Wien (WU) beschäftigt.

Link: LexisNexis

 

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