24. Sep 2019   Business Recht

Wiens Zinshaus-Markt bald 1,5 Mrd. Euro schwer

Immobilien. Der Wiener Zinshausmarkt hat bereits zur Jahresmitte 2019 die 800-Millionen-Grenze überschritten, so eine Otto-Marktstudie.

Im ersten Halbjahr ist laut Otto Immobilien ein Umsatz von 810 Mio. Euro und damit der bisher höchste Wert eines Halbjahres erreicht worden. Für das Gesamtjahr prognostiziere man eine deutliche Überschreitung der Grenze von 1,5 Milliarden Euro. Zum Vergleich: 2018 lag der Gesamtumsatz bei 1,38 Milliarden Euro.

Besonders umsatzstark waren heuer bisher laut den Angaben der 2. und 7. Bezirk, wo mit 133 bzw. 106 Mio. Euro Rekordvolumina umgesetzt wurden, so Martin Denner, Leiter Immobilien Research bei Otto. Dazu haben große Paket-Transaktionen beigetragen.

In mehr als der Hälfte aller Bezirke haben – im Verhältnis zur Vergleichsperiode – Volumen und Anzahl zugelegt, wobei etwa im 6. oder im 14. Bezirk auch verhaltene Rückgänge registriert wurden, heißt es.

Höhere Preise, tiefere Renditen

Den größten Zuwachs bei den Mindestpreisen sehe man in den Bezirken 4 (+14 Prozent) und 5 (+9 Prozent). Die Maximalpreise seien in Wien dagegen auf hohem Niveau stabil geblieben bzw. nur leicht angestiegen.

Die Entwicklung der Renditen spiegele das anhaltend große Interesse der Investoren wider, denn die Maximalrenditen seien in fast ganz Wien weiter gesunken.

Share Deals legen zu

Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr hat sich bei der Verteilung der Käufer-Verkäufer-Gruppen ein wenig Bewegung gezeigt, doch der Vorjahrestrend setze sich fort. So sind 59,7% des Transaktionsvolumens im ersten Halbjahr 2019 von Unternehmen erzielt worden, 36,3% von Privatpersonen. 4% des Transaktionsvolumens entfallen auf die Gruppe Sonstige, zu denen diesmal insbesondere Privatstiftungen und Kammern zählen.

Für die vorliegende Herbstausgabe hat Otto Immobilien in Kooperation mit Florian Schmidl, Partner bei Moore Stephens City Treuhand, die Auswertung auch nach Share Deals, also der Übertragung von Anteilen an der immobilienbesitzenden Gesellschaft, vorgenommen. Demnach liegt die Zahl der Share Deals wie schon im Vorjahr auf hohem Niveau. In der Periode September 2018 bis Juli 2019 wurden 51 Transaktionen umgesetzt – das seien um rund 6% mehr als im Vorjahres-Vergleichszeitraum.

 

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