02. Okt 2019   Business Personalia

Xing mit neuem Namen und neuer Chefin

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Petra von Strombeck ©New Work SE

Social Media. Xing heißt jetzt New Work SE: Petra von Strombeck wird als neue Vorstandsvorsitzende den Wettkampf mit LinkedIn kommandieren.

Der Aufsichtsrat der New Work SE (vormals XING SE) hat Petra von Strombeck mit Wirkung ab dem 1. Jänner 2020 zum Mitglied des Vorstands bestellt, teilt das Unternehmen mit: Es sei geplant, dass Frau von Strombeck das Amt der Vorsitzenden des Vorstands der New Work SE zur nächsten ordentlichen Hauptversammlung, die voraussichtlich am 29. Mai 2020 stattfinden wird, vom derzeitigen CEO Thomas Vollmoeller übernimmt. Der hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, seine Position zum Ende der zweiten Amtszeit an einen Nachfolger übergeben zu wollen.

Den Namen New Work SE trägt dabei jetzt das Betreiber-Unternehmen hinter der Social Media-Plattform: „Xing“ bleibt als Marke und URL erhalten.

Die Laufbahn

Strombeck ist seit Mai 2012 Vorstandsvorsitzende der Lotto24 AG. In ihrer Amtszeit habe sich die Marktkapitalisierung des Unternehmens mehr als verzehnfacht. Zuvor war sie unter anderem als Geschäftsführerin der Serpie S.A.S. tätig, einer französischen Tochtergesellschaft der Tchibo GmbH, als Leiterin E-Commerce bei der Tchibo direct GmbH und leitete drei Jahre lang bei der Premiere Medien GmbH & Co. KG (nunmehr Sky Deutschland AG) den Bereich Advertising. Strombeck hat an der Ecole des Affaires de Paris sowie in Oxford und Berlin Betriebswirtschaftslehre studiert.

Stefan Winners, Aufsichtsratsvorsitzender der New Work SE, bedankt sich beim scheidenden CEO Vollmoeller: In seiner Amtszeit habe sich der Börsenkurs der New Work SE mehr als versechsfacht, Umsatz und Gewinn legten rund um das Vierfache zu. Die Anzahl der Xing-Mitglieder stieg von rund 6 auf 17 Millionen, die der Mitarbeiter von 500 auf zirka 1.800 per Jahresende 2019.

Petra von Strombeck wird zitiert: „Ich freue mich sehr auf meine künftige Aufgabe. Die New Work SE ist hervorragend positioniert und besetzt mit ihren Produkten und Aktivitäten rund um die ‚Zukunft der Arbeit‘ ein Thema von großer gesellschaftlicher Relevanz.“

Die Herausforderung

Xing hat zwar in den letzten Jahren ein kräftiges Wachstum hingelegt, befindet sich aber auch im Konkurrenzkampf mit dem von Microsoft übernommenen Konkurrenten LinkedIn. Microsoft setzt bei seiner neuen Tochter auf die immer engere Verzahnung mit anderen Business-Angeboten wie Office & Co.

Auch LinkedIn kann auf kräftiges Wachstum verweisen, hat inzwischen immerhin 13 Mio. Mitglieder in Deutschland und verfügt vor allem über eine viel stärkere Präsenz außerhalb von Zentraleuropa: Über 500 Millionen LinkedIn-Benutzerkonten soll es insgesamt geben.

Freilich ist die New Work SE selbst inzwischen deutlich mehr als Social Media: So gehören zu ihr auch die Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu und ein Webportal zur Vermittlung von Freiberuflern (HalloFreelancer). Das Unternehmen erfinde sich gerade neu, urteilt das deutsche Handelsblatt – und ist künftig einer der wenigen deutschen IT-Riesen, bei dem eine Frau den obersten Administrator-Account besitzt.

 

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