02. Jan 2020   Finanz Recht

Niedrigzinsphase löst Flut von Investorenwarnungen aus

Anlegerschutz. Die Finanzmarktaufsicht FMA hat 2019 insgesamt 97 Investorenwarnungen veröffentlicht. Das sind über 50% mehr als im Vorjahr.

Am häufigsten wurde laut FMA vor „unerlaubter Anlageberatung“, oft auch durch sogenannte „Klonfirmen“, und vor Dienstleistungen im Zusammenhang mit Finanzprodukten wie binären Optionen und Differenzkontrakten gewarnt.

Klonfirmen geben in betrügerischer Absicht vor, ein zum Geschäftsverkehr zugelassenes Unternehmen zu sein, um damit das Vertrauen der Kunden zu wecken. Die FMA hat auf ihrer Website zu dem Thema einen Infobereich über unerlaubte Praktiken eingerichtet.

Niedrigzinsphase stärkt dubiose Anbieter

Der Grund für den Anstieg der Warnmeldungen soll laut FMA die derzeitige Niedrigzinsphase sein: Gerade in solchen Marktsituationen versuchen dubiose Anbieter verstärkt Privatkunden mit hohen Renditeversprechen zu ködern, heißt es.

Eine Investorenwarnung der FMA wird prinzipiell dann veröffentlicht, wenn eine Person dazu Anlass gegeben hat. Zudem müsse diese laut FMA im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig sein. Inhalt einer Warnung ist die Information darüber, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter konzessionspflichtiger Geschäfte nicht berechtigt ist.

Investorenwarnungen der FMA werden im Amtsblatt Wiener Zeitung und auf der FMA-Website veröffentlicht. Zusätzlich gibt es auch eine FMA-App für Handy und Tablet für den Abruf.

Link: FMA

 

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