23. Jan 2020   Recht Tools Veranstaltung

Legal Tech: Studie ortet Aufholbedarf bei Österreichs Banken

D. Jovicevic, M. Fellner, S. Martinetz, A. Schall, K. P. Prinzhorn, U. Dangl ©Future Law / Julian Melbinger

Digitalisierung. Nur 9 Prozent aller Rechtsabteilungen haben eine digitale Strategie, so eine Studie von fwp, Future-Law, LexisNexis und MindTake.

Fellner Wratzfeld Partner (fwp), Future-Law, LexisNexis und MindTake haben eine Studie zum Thema Legal Tech und Digitalisierung im österreichischen Bankensektor präsentiert. Die Präsentation der Studie sowie eine anschließende Podiumsdiskussion fanden unlängst im Loos Haus in Wien statt.

Die Personen am Podium

Diskutanten waren fwp-Partner Markus Fellner, Alexander Schall (Unicredit Bank Austria), Karl Philip Prinzhorn (Argus) und Sophie Martinetz (Future-Law). Moderiert wurde die Diskussion von Dejan Jovicevic (Brutkasten Media).

Laut Studie ist die Digitalisierung in den Rechtsabteilungen österreichischer Banken derzeit noch eher schwach ausgeprägt. So habe mehr als die Hälfte kein Budget für Legal Tech Tools vorgesehen und nur knapp neun Prozent eine digitale Strategie, heißt es. Nur rund 21 Prozent der Umfrageteilnehmer sind der Meinung, dass die Digitalisierung aktuell einen sehr starken Einfluss auf den Erfolg ihrer Rechtsabteilung hat.

Dennoch verspricht sich die Mehrheit der Befragten einen Kostenvorteil durch eine digitale Beratung und würde digitale juristische Tools, die von ihrem Rechtsberater zur Verfügung gestellt werden, in Anspruch nehmen. Rund zwei Drittel können sich vorstellen, in Zukunft digitale Assistenten für die Aufbereitung von bankrechtlichen und regulatorischen Sachverhalten einzusetzen, so die Studie.

Teilnehmer orten Potential

Das Potential für die Digitalisierung bewerten die meisten Befragten als hoch. Der Einfluss neuer Geschäftsmodelle auf die Bankenbranche wird als sehr stark eingeschätzt. Mehr als 70 Prozent glauben demnach, dass diese neuen Geschäftsmodelle den Bankenmarkt erobern werden.

„Diese Entwicklung zeigt uns, dass Artificial Intelligence ein wertvolles Instrument ist um Transaktionskosten zu minimieren, Abläufe zu vereinfachen sowie Effizienz und Qualität zu steigern“, so fwp-Partner Markus Fellner.

 

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