27. Mrz 2020   Business Tools

Neue Krisen-Tools für Handel, Post und Ärzte

Sujet Hashtag Credit ejn 140x140
©ejn

Digitalisierung. Durch die Coronavirus-Maßnahmen wechseln zahlreiche Branchen in den Onlinebereich: Neue Initiativen gibt es für Non-Food-Händler, Postservices und die Ärztefortbildung.

Der österreichische Nicht-Lebensmittelhandel mit seinen 490.000 Beschäftigten ist von der derzeitigen Coronakrise besonders stark betroffen. Um dieser Sparte im Onlinebereich zu helfen, hat der Handelsverband ein neues Verzeichnis von heimischen Webshops auf Schiene gebracht.

Auf der neuen Website ecommerceaustria.at seien mittlerweile „bereits tausende Austro-Webshops“ gelistet, so der Handelsverband. Das Verzeichnis wird laut Handelsverband laufend ergänzt und berücksichtigt dabei u.a. auch Einträge von privaten Initiativen, heißt es.

Interessierte Händler können sich jederzeit in das Online-Verzeichnis eintragen lassen: Allen Onlineshop-Betreiber, die auf der Webseite gelistet werden wollen, stehe dafür die Plattform KMU Retail zur Verfügung.

Zugang zu Postservices online beantragen

Neues gibt es auch bei der österreichischen Post: Um Privat- und Geschäftskunden in der derzeitigen Situation einen vereinfachten Zugang zu Online-Services, wie Nachsendeaufträge oder Paketumleitungen, zu ermöglichen, wird die dafür notwendige Identifizierung temporär umgestellt. Ab sofort nimmt das Post Kundenservice (PKS) entsprechende Anfragen elektronisch an.

Laut österreichischer Post erfolgt die Identifzierung über diese Schritte:

  • Erstellen eines Kontos auf post.at
  • Die Kundennummer (sofern vorhanden) und eine Ausweiskopie per E-Mail schicken. Geschäftskunden müssen dabei zusätzlich einen Firmenbuch-, Gewerberegister- oder Vereinsregisterauszug beifügen.
  • Nach der Freigabe durch das Post Kundenservice per E-Mail, kann der Kunde auf post.at die gewünschten Services auswählen und bezahlen

Grundsätzlich funktioniere eine Identifizierung auch weiterhin über Handy-Signatur,, heißt es. Der Regelprozess der Online Identifizierung über den Post-Partner WebID per Videocall sei weiter aufrecht, aufgrund des großen Andrangs vor allem aus Deutschland aber überlastet, so die Post.

Neue Verkaufsplattform für Händler

Für KMU, die keinen eigenen Webshop haben, gibt es in der aktuellen Situation eine neue Verkaufsplattform um Produkte online anzubieten. Auf Goodity.at können kleine Unternehmen, aber auch EPUs, einen Account anlegen und ihre Produkte listen.

Das Listen der Produkte sei kostenlos, bei erfolgreichem Kauf wird eine Provision von 2% einbehalten, so die Gründer des österreichischen Start-ups.

Virtueller Ärztekongress

Auch die Ärztefortbildung wechselt durch die derzeitigen Isolationsmaßnahmen in das Internet: Von 7. bis 14. Mai finden die „e-Conference Days 2020“, ein virtueller Ärztekongress, statt. Die Module richten sich vor allem an Allgemeinmediziner und Internisten, aber auch an Onkologen, Chirurgen, Anästhesisten, Gastroenterologen, Gynäkologen, Virologen, Infektiologen und Rheumatologen.

Die e-Conference Days 2020 nutzen dabei e-Learning, Live-Streams, Videos und ein Downloadcenter. Zudem können teilnehmenden Ärzte im Zuge eines Live-Chats Fragen an die Vortragenden stellen und bis zu 30, von der Ärztekammer geforderte, Fortbildungspunkte sammeln.

 

    Weitere Meldungen:

  1. Virtuelle Gerichtsverhandlungen werden weiter zulegen
  2. Flaute bei Luxusgütern: Nicht alle trifft es gleich hart
  3. Historischer Einbruch auf dem Neuwagenmarkt
  4. Mehr als 50% der Kanzleien spüren Auswirkungen der Krise