04. Apr 2020   Business Motor

Audi e-tron Sportback: Das kann das elektrische SUV-Coupe

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Audi e-tron Sportback ©Audi AG

Elektro-Edel-SUV. Audis erstes vollelektrisches SUV-Coupe, der e-tron Sportback, ist da: Das zweite Mitglied der e-tron-Familie ist ebenso flott wie der Vorgänger und kommt etwas weiter als er.

Bereits vor mehr als zwei Jahren war bei Audi die Rede von einem Elektro-SUV. Dieses wurde unter dem Namen Audi e-tron vorgestellt und ging schließlich auch so in Serie. Doch wer gedacht hat, dass das Audis gesamte Elektroauto-Palette sein sollte, der hat sich geirrt.

Der Audi e-tron war erst der Anfang einer kompletten e-tron-Familie. Und diese wird nun mit dem Audi e-tron Sportback, einem vollelektrischen SUV-Coupe, weiterentwickelt. Vorgestellt wurde der Sportback bereits 2019, die Europa-Markteinführung ist für Frühjahr 2020 geplant.

Antreten soll der Sportback nicht zuletzt gegen den großen Konkurrenten und E-Auto-Pionier Tesla, konkret dessen Model X bzw. das günstigere neu Model Y. Doch natürlich liegt auch ein Vergleich mit dem ersten Audi e-tron nahe, konkret dessen aktueller Top-Version. Hier zeigt sich der Unterschied – neben dem Aufpreis von voraussichtlich rund 2.500 Euro – vor allem in dem abfallenden Heck. Dagegen bleibt auch der Sportback trotz der Bezeichnung als Coupé ein Viertürer, genauso wie der erste e-tron.

Das Fließheck wirkt nicht nur sportlicher, es hat laut Audi auch einen handfesten Vorteil: Der Luftwiderstand ist etwas geringer und damit die Reichweite um rund zehn Kilometer größer. Dafür ist die Kopffreiheit auf den hinteren Plätzen und das maximale Frachtvolumen entsprechend geringer.

Audis Elektro-Offensive

Doch auch mit dem e-tron Sportback ist bei Audi noch lange nicht Schluss. Der Ingolstädter Premiumhersteller plant noch viele weitere Elektrofahrzeuge sowie Hybride auf den Markt zu bringen. Allein in den nächsten 5 bis 6 Jahren will der Autohersteller 20 neue Elektroautos präsentieren.

Dazu sollen noch 10 weitere Autos kommen, die nicht rein elektrisch betrieben werden, aber dafür teilweise, also entweder Hybrid- oder Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge sind.

Unter der Motorhaube des Audi e-tron Sportback

Als „Sportback“ (so die Audi-typische Bezeichnung für ein SUV-Coupe) wird der Audi e-tron wie die herkömmliche Version in zwei Varianten verfügbar sein:

  • Der Audi e-Tron Sportback 55 quattro leistet 265 kW/360 PS bzw. im Overboost (Sport-Modus) 300 kW (408 PS). 100 km/h sind damit normalerweise in 6,6 Sekunden erreicht, die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 200 km/h. Im Overboost bringt der Antrieb acht Sekunden lang 300 kW Leistung und absolviert damit den Sprint von 0 auf 100 km/h in 5,7 Sekunden. Mit seinem 95-kWh-Akku schafft der größere Sportback bis zu 448 Kilometer Reichweite.
  • Der kleinere e-Tron 50 Sportback soll mit 234 kW (318 PS) auf den Markt kommen: Spitzengeschwindigkeit von 190 km/h, Reichweite 347 Kilometer (71 kWh-Akku).
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Das Cockpit des e-tron Sportback ©Audi AG

Wer von seinem Auto sportliche Fahreigenschaften erwartet, hat natürlich auch mit einem entsprechendem (Strom-)Verbrauch zu rechnen, der beim größeren Sportback nach WLTP bei 26,0 – 21,9 kWh/100 km liegt. Die Reichweite von bis zu 446 Kilometern nach WLTP erreichen Speed-Fanatiker daher natürlich nicht.

Digitale Matrix LED-Scheinwerfer für den Sportback

Eine augenfällige Neuheit sind die digitalen Matrix LED-Scheinwerfer, die Audi damit erstmals in der Großserie als Ausstattung parat hat: Ihr Licht ist in winzige Pixel zerlegt und lässt sich hochpräzise steuern.

In Engstellen soll diese Innovation die sichere Spurmittenführung erleichtern, die Position des Fahrzeugs wird im Fahrstreifen angezeigt. Das klingt nett, rund 1.500 Euro Aufpreis will Audi allerdings dafür haben – serienmäßig sind die neuen Schweinwerfer nicht.

 

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