06. Mai 2020   Business Finanz Tools

Insurtech: Viel Geld für eine Handvoll Start-ups

Insurance. Seit 2010 haben Investitionen in digitale Tools für die Versicherungsbranche stark zugenommen. Gewinner sind aber nur einige wenige Start-ups, so eine Studie.

Eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Everis und von NTT Data kommt zu dem Schluss, dass Investoren im Jahr 2019 6,3 Milliarden Dollar für den Erwerb von Insurtech, also digitalen Tools für die Versicherungsbranche, ausgegeben haben. Dies entspricht einer Steigerung von 58 Prozent gegenüber dem im Zeitraum 2017-2019 investierten Betrag.

Von dieser Investitionssumme profitieren aber nur ein paar wenige Gewinner weltweit: Die Investitionen sollen sich laut Studie auf gerade einmal sechs Prozent der Start-ups konzentrieren. Diese sollen 67 Prozent der gesamten Investitionen angezogen haben.

Cloud-Lösungen und mobile Apps vor KI und IoT

Im Hinblick auf Technologien konzentrierten sich die meisten Investitionen auf Start-ups mit Entwicklungen in den Bereichen Cloud-Lösungen, mobile Apps, Künstliche Intelligenz (KI) und Internet of Things (IoT):

  • 74% der Invesitionen gingen an Cloud-Lösungen und mobile Apps
  • 16% an KI-Startups
  • 6% an IoT-Anbieter

Der Bericht stellt außerdem fest, dass der asiatische Raum die Veränderungen im Versicherungssektor forciert: Dort sollen die Investitionen der Versicherer in den letzten Jahren erheblich gestiegen sein und die asiatischen Technologiekonzerne stark in neue Geschäftsmodelle im Gesundheits- oder Mobilitätssektor investiert haben.

Der Großteil der Investitionen konzentriere sich jedoch nach wie vor auf die Vereinigten Staaten, wo die meisten Unternehmen ihren Sitz haben. Impulse ortet die Studie auch aus Afrika: Dort seien neue Geschäftsmodelle wie Mikroversicherungen und On-Demand-Versicherungen forciert worden.

 

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