07. Mai 2020   Business Finanz Personalia Tools

Neue Vorstände für card complete, Schoellerbank und mehr

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Petra Schmidt ©card complete

Banker-Rochaden. Robert Wieselmayer wird CEO von card complete, Petra Schmidt und Robert Fritz neue Vorstände. Auch bei der Schoellerbank, Swisscanto und der FMA gibt es Neues.

Robert Wieselmayer, langjähriges Mitglied des Vorstands der Bank Austria-Tochter Schoellerbank, wird mit 1. Juli neuer Vorstandsvorsitzender der card complete. Er folgt damit auf Heimo Hackel, der die card complete über viele Jahre erfolgreich führte, heißt es weiter: Hackel werde dem neuen Vorstandsteam bis Ende September weiterhin als Berater zur Verfügung stehen, um eine bestmögliche Übergabe sicher zu stellen.

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Robert Wieselmayer ©card complete

Robert Wieselmayer wird als CEO im Vorstand auch die Zuständigkeiten als Chief Financial Officer und Chief Risk Officer der card complete innehaben. Er begann seine Karriere in der UniCredit Bank Austria 1994 als Head of Treasury Controlling.

In weiterer Folge arbeitete er in den Bereichen strategische Planung und Controlling sowie Kreditrisikomanagement und wurde Co-Head der Markets Divison der UniCredit Bank Austria sowie COO der CAIB AG. Seit 2011 ist er Mitglied des Vorstandes der Schoellerbank.

Mit 1. Juni übernimmt Petra Schmidt den Bereich Vertrieb und Marketing im Vorstand der card complete. Sie folgt auf Walter Schlögl, der bis Ende Juni als Berater des Vorstandes die Übergabe begleitet. Schmidt begann ihre Karriere im Marketing und Kommunikationsbereich der UniCredit Bank Austria. Zuletzt leitete sie dort den Bereich alternative Vertriebskanäle.

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Robert Fritz ©card complete

Robert Fritz trat seine Position als COO im Vorstand der card complete am 1. Mai 2020 an. Er leite in dieser Funktion die Bereiche IT, Sicherheit, Organisation und Operations. Fritz begann seine Karriere in der Beratungsbranche und hat in den letzten 24 Jahren nationale und internationale ICT-Führungsfunktionen in der Raiffeisen Gruppe ausgeübt.

Zuletzt war Robert Fritz CIO der Raiffeisen Bank International. Er folgt damit Michael Kafesie, der nach langjähriger erfolgreicher Vorstandstätigkeit in der card complete mit 31. März 2020 ausgeschieden sei, um sich voll auf seine Führungstätigkeit in der Raiffeisen Bank International AG konzentrieren zu können.

Robert Zadrazil, Aufsichtsratsvorsitzender der card complete, wird zitiert: „Mit diesen Entscheidungen für eine Neuaufstellung des Vorstands werden wesentliche Weichenstellungen für die Zukunft gelegt. Damit werden wir für eine erfolgreiche Weiterentwicklung von card complete sorgen und ich bin überzeugt, dass das Unternehmen hohes Potenzial hat. Ich möchte ganz besonders Heimo Hackel, Walter Schlögl und Michael Kafesie für ihren langjährigen Einsatz für card complete danken, die mit ihrer großen Erfahrung und ihrem Wissen eine reibungslose Übergabe sicherstellen werden.“

Martin Klauzer folgt Robert Wieselmayer im Vorstand der Schoellerbank nach

Martin Klauzer, derzeit Head of Planning & Finance der UniCredit Bank Austria, wird per 1. Juli 2020 neues Mitglied des Vorstands der Schoellerbank. In seinen Verantwortungsbereich werden in Zukunft die Agenden des Chief Financial Officers, des Chief Risk Officers sowie des Chief Operating Officers fallen. Klauzer folgt auf Robert Wieselmayer, der CEO der card complete wird.

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Martin Klauzer ©Mateja J. Potocnik

Marco Bizzozero, CEO des Group Wealth Management der UniCredit, wird zitiert: „Ich danke Robert Wieselmayer für seinen langjährigen Einsatz. Unter seiner Mitwirkung wurde die Schoellerbank zu einer der führenden Privatbanken Österreichs ausgebaut.“ Ziel sei weiterhin, einer der Top-Wealth-Management-Akteure in Europa zu werden.

Klauzer trat der UniCredit Bank Austria 1993 als Trainee bei und verbrachte danach den größten Teil seiner Karriere im Bereich Treasury, den er von 2010 bis 2012 leitete. Danach wechselte Klauzer laut den Angaben als Head of Finance in den CFO-Bereich und war dort seit 2017 als Head of Planning & Finance tätig.

Wandelanleihen-Profi Stefan Krause wechselt zu Swisscanto Invest

Stefan Krause übernimmt als Lead Portfolio Manager die Swisscanto Responsible Global Convertible-Fonds. „Wir freuen uns sehr, Stefan Krause im Team Credit Specialities zu begrüßen und auf die Zusammenarbeit. Er bringt eine ausgezeichnete Erfolgsbilanz als Wandelanleihenmanager“, so Susanne Kundert, Head of Credit Specialities bei Swisscanto Invest.

Krause kommt von Schroders, wo er von Ende 2015 bis März 2020 eine globale konservative Convertible-Strategie managte. Zuvor war er bei Man Investments (CH) AG seit 2012 für die Verwaltung eines europäischen Wandelanleihenfonds verantwortlich, nachdem er zwei Jahre bei Warburg Invest in Hamburg als Portfoliomanager für europäische Wandelanleihen und fast fünf Jahre für die UBS in Zürich tätig war. Stefan Krause hält einen MBA der Universität Zürich.

FMA-Vorstand Helmut Ettl avanciert bei der EBA

Die europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) hat FMA-Vorstand Helmut Ettl zum Co-Vorsitzenden des Beratungsgremiums Proportionalität ernannt. Dieses Gremium setzt sich aus Vertretern der EBA, der Europäischen Zentralbank (EZB), nationaler Aufsichtsbehörden sowie als Beobachter der „Banking Stakeholder Group“ zusammen.

Beim Prinzip der Proportionalität gehe es darum, dass Umfang und Tiefe von Regulierung und Aufsicht der Komplexität und dem Risikogehalt eines Geschäftsmodells angemessen sein müssen. Insbesondere habe das
Komitee die Berücksichtigung des Prinzips der Proportionalität im jährlichen Arbeitsprogramm der EBA zu prüfen und zu überwachen, einschlägige Reviews zu erstellen und das Aufsichts- sowie das Managementgremium der EBA in allen Fragen der proportionalen Gestaltung und Anwendung von Regularien zu beraten.

„Ich verstehe die Wahl zum Co-Vorsitzenden als Anerkennung für die österreichische Aufsicht, die das Thema Proportionalität in Regulierung und Aufsicht des Finanzmarktes durch eine Vielzahl von Initiativen erst auf die europäische Tagesordnung gebracht hat“, so Ettl.

Das Thema habe angesichts der klein- und mittelbetrieblich strukturierten Wirtschaft in Österreich – auch auf dem Finanzmarkt – besondere Bedeutung. „Ein Radarsystem, das für einen Hochseedampfer sinnvoll ist, kann für ein Binnenschiff nutzlos sein und dieses sogar zum Kentern bringen“, wird Ettl zitiert.

 

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