Legal Operations Konferenz Ende Juni in Köln

Konferenz. Legal Operations Teams etablieren sich zunehmend in den europäischen Rechtsabteilungen. Eine Konferenz Ende Juni widmet sich dem Erfahrungsaustausch.

Arbeitsweisen und Strukturen in Rechtsabteilungen sind im Wandel begriffen: Laut zahlreichen internationalen Umfragen unter Inhouse-Juristen fließen zunehmend betriebswirtschaftliche Erwartungen seitens des Managements und prozessorientierte Aspekte durch die Digitalisierung via Legal Tech-Tools in die tägliche Arbeit ein.

Vor diesem Hintergrund hat sich vor Jahren in den USA die Denkschule der Legal Operations geformt: Also die Trennung von juristischer Arbeit einerseits und allen anderen Tätigkeiten, wie z.B. Dokumentmanagement, Tests von Legal Tech-Systemen, Prozessoptimierung und Finanzmanagement, andererseits.

Diese neue Art Arbeitsaufgaben in Rechtsabteilungen aufzuteilen setzt sich in den letzten Jahren auch in Europa zunehmend durch: Eigens geschaffene Legal Operations Teams verantworten die nicht-juristischen Teile der Rechtsabteilungen und spielen damit die Unternehmensjuristen für die rein juristische Arbeit frei.

Am 30.6. und 1.7. widmet sich die „Legal Operations Konferenz 2020“ in Köln dem Erfahrungsaustausch zu diesem Thema. Veranstalter sind Juve und die NWB Akademie. Praxisberichte behandeln dabei u.a. die Themen:

  • Legal Operations in kleinen Rechtsabteilungen
  • KPI im Rechtsmarkt: Handlungsleitfaden für die Praxis
  • Best Practice Tipps für die Einführung eines Dokumentenmanagement Systems
  • IT-Strategie-Entwicklung am Beispiel von DT Legal
  • Erwartung vs. Realität: Contract Lifecycle Management Tools in der Praxis
  • Legal Tech Trends im Rechtsmarkt

Eröffnet werden die beiden Tage durch Keynotes von Dave Hart (BT Group) und Peter Nägele (PN Executive Advice) mit den Titeln „Managing the in-house legal function of the future“ und „Der General Counsel: Eine Funktion im Umbruch“.

Von KPI bis Legal Spend Management

Zu mehreren Themen werden bei der Konferenz im Anschluss an ein Impulsreferat in einer offenen Runde über bisherige Erfahrungen diskutiert. Fokussiert werden dabei u.a. die Themenbereiche:

  • Knowledge Management als Einstieg für strategischen und operativen Wandel im globalen Team
  • KPI in der praktischen Umsetzung
  • Legal Spend Management
  • Legal Operations: Personalentwicklung in der Rechtsabteilung
  • Zukunftsgerichtete Neuausrichtung einer Konzernrechtsabteilung

In Podiumsdiskussionen referieren und diskutieren laut den Angaben u.a. Dave Hart (BT Group), Rasmus Furth (ING-DiBa), Joachim Kämpf (ECE Projektmanagement), Rabea Pohl (Statkraft Markets), Karsten Hardraht (KfW Bankengruppe), Lars Kuchenbecker (Menold Bezler), Alexander Niethammer (Eversheds Sutherland) und Nina Stoeckel (Merck) über die Themen „Legal Operations in Germany: What’s looming on the horizon?“ und „Zusammenarbeit zwischen Rechtsabteilungen und Rechtsdienstleistern“.

 

    Weitere Meldungen:

  1. Lupl: Offene Plattform für Rechtsberatung von CMS und Cooley
  2. Neubesetzung im Management von RHI Magnesita
  3. Interview zum Kongress für Unternehmensjuristen
  4. 1. Unternehmensjuristenkongress am 8. 10. 2019