08. Mai 2020   Business Motor

Skoda Enyaq und Citigo-e iV: Neue E-Autos von Skoda

Skoda Enyaq Credit Skoda 300x200
Skoda Enyaq ©Skoda

Neue Stromer. Wie auch andere Autohersteller will Skoda gleich mehrere Elektroautos anbieten: Zum schon erhältlichen Citigo-e iV gesellt sich jetzt der Skoda Enyaq iV, ein E-SUV.

Der Volkswagen-Konzern setzt auf Elektromobilität. Das zunehmende Interesse an Elektroautos und die damit steigenden E-Auto-Zulassungen sind dafür schon Grund genug. Beinahe alle Tochterhersteller von VW, ausgenommen Supersportwagenhersteller wie Lamborghini, Bugatti oder der Luxusautohersteller Bentley, bieten schon mindestens ein vollelektrisches Modell an oder planen, eines auf den Markt zu bringen.

Der Reigen der Stromer-Anbieter wird dabei von VW selbst mit dem VW ID.3 angeführt, auch die Konzerntochter Audi hat inzwischen eine ganze Reihe von e-tron-Modellen im Angebot und der Sportwagenhersteller Porsche ist mit dem Taycan gestartet. Nun will auch die tschechische VW-Tochter Skoda am Elektroauto-Markt durchstarten und das gleich mit mehreren Modellen.

Skoda Enyaq: Das erste Elektro-SUV von Skoda

Mit dem Citigo-e iV bietet der tschechische Autohersteller bereits ein Elektroauto an, einen vollelektrischen Kleinwagen. Das weitere E-Auto, das demnächst folgen soll, wird sich allerdings in einem ganz anderen Segment bewegen.

Der Skoda Enyaq soll nämlich ein vollelektrisches SUV werden und Modellen wie dem Konzernbruder Audi e-tron oder dem Mercedes EQC als wahrscheinlich deutlich günstigere Alternative Konkurrenz machen. In Sachen Reichweite rechnet Skoda mit etwas über 500 Kilometern, ähnlich wie beim kommenden VW ID.4, ebenfalls einem Elektro-SUV.

Die Produktion des rein batterieelektrischen SUV auf Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) erfolgt im Skoda Stammwerk in Mladá Boleslav. Damit werde der Enyaq iV in Europa als einziges Fahrzeug auf dieser Plattform außerhalb von Deutschland gefertigt.

Platz soll das neue E-SUV reichlich bieten: Der erste elektrifizierte SUV des tschechischen Autoherstellers ist 4.648 Millimeter lang, 1.877 Millimeter breit und 1.618 Millimeter hoch (Radstand: 2.765 Millimeter). Die für ein SUV niedrig angesetzte Ladekante soll laut Skoda ein müheloses Beladen selbst mit schweren oder sperrigen Gegenständen ermöglichen.

Der Vorverkauf steht bereits in den Startlöchern, die Serienproduktion des Skoda Enyaq iV beginnt Ende 2020. Die Markteinführung erfolgt dann voraussichtlich Anfang 2021, heißt es. Eine speziell ausgestattete und optisch differenzierte „Founders Edition“ wird auf 1.895 Einheiten limitiert sein und soll an die Skoda-Unternehmensgründung vor 125 Jahren erinnern.

Zwei Antriebsvarianten, drei Batteriegrößen, fünf Leistungsstufen

Dabei soll der Enyaq dank reichhaltig differenzierter Produktpalette für möglichst viele E-Auto-Kunden etwas bieten: In den Einstiegsvarianten treibt ein Heckmotor die Hinterräder an. Bei den leistungsstärkeren Versionen ist vorne ein zweiter Elektromotor verbaut, um das Drehmoment effizienter auf die Straße zu bringen. In der stärksten Variante zieht das E-SUV bei Bedarf eine Anhängelast bis zu 1.200 kg.

Insgesamt sollen fünf verschiedene Leistungsvarianten und drei Batteriegrößen für nachhaltigen Fahrspaß sorgen.

  • Das Einstiegsmodell ist der Skoda Enyaq iV 50; die Lithium-Ionen-Batterie verfügt über einen Energiegehalt von 55 kWh, davon lassen sich 52 kWh netto nutzen. Der Elektromotor im Heck leistet 109kW und die maximale Reichweite beträgt laut Skoda bis zu 340 Kilometer.
  • Beim 132 kW starken Skoda Enyaq iV 60 mit einem 62-kWh-Akku (netto 58 kWh) reicht der Strom für bis zu 390 Kilometer.
  • Über die größte Reichweite von bis zu 500 Kilometern im WLTP-Zyklus verfügt der heckgetriebene Skoda Enyaq iV 80 mit 150 kW. Seine Batterie mit 82 kWh (netto 77 kWh) ist auch in den zwei Versionen mit einem zweiten Elektromotor und Allradantrieb verbaut, die als 80X und vRS 195 kW und 225 kW leisten.

Das Top‑Modell erreicht die Marke von 100 km/h aus dem Stand in 6,2 Sekunden, die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 180 km/h. Die maximale Reichweite beider Allradversionen betrage bis zu 460 Kilometer.

Die weitere Ausstattung

Auch sonst hat sich Skoda beim Enyaq iV einiges einfallen lassen. Von anderen E-Autos bekannt sind verschiedene Ladeoptionen. Der Skoda Enyaq iV hat deren drei anzubieten: Neben der haushaltsüblichen 230V‑Steckdose mit 2,3 kW Wechselstrom lässt sich das Fahrzeug auch zu Hause über Nacht an Wallboxen mit bis zu 11 kW aufladen. Je nach Batteriegröße dauert der Ladevorgang sechs bis acht Stunden. Als dritte Ladeoption lässt sich das Fahrzeug an Schnellladesäulen mit Gleichstrom und mit bis zu 125 kW Ladeleistung anschließen. Hier soll die Batterie des Enyaq im Idealfall innerhalb von 40 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufgeladen werden können.

Ein Highlight des neuen Skoda Enyaq iV soll der neu gestaltete Innenraum werden: Der Fahrer hat ein frei stehendes, zentrales Display mit einer Größe von 13 Zoll zur Verfügung sowie auf Wunsch ein Head-up-Display mit Augmented Reality. Die großzügigen Platzverhältnisse vermitteln „Interieur Lounge-Charakter“, verspricht der Hersteller. Materialien wie z.B. Olivenleder sollen erstmals in einem Serienfahrzeug zum Einsatz kommen, verschiedene „Wohnwelten“ zum Angebot zählen.

Beim Kofferraum setzt die Ankündigung von Skoda auf harte Zahlen, nämlich 585 Liter Fassungsvermögen. Zum Vergleich: Der Audi e-tron wurde seinerzeit mit 660 Litern angekündigt – wovon der ADAC beim Nachmessen dann 515 Liter gelten ließ.

Skoda Citigo-e iV: Elektrisch muss nicht teuer sein

Ganz im Gegensatz zu dem verhältnismäßig großen Skoda Enyac, ist der Citigo-e iV, die vollelektrische Version des Citigo, ein Kleinwagen. Der Citigo-e iV ist aber auch überhaupt das allererste Elektroauto des tschechischen Automobilherstellers Skoda.

Bei der Wahl der Motorisierungen macht es Skoda den Kunden leicht. Der Citigo-e iV ist nämlich nur mit einem 61 kW bzw. 83 PS starken Elektromotor zu haben. Dieser erreicht dank einer Lithium-Ionen-Batterie eine Reichweite von bis zu 260 Kilometern nach WLTP.

Doch so ein Elektromotor muss natürlich auch aufgeladen werden. An einer 40-kW-Gleichstrom-Schnellladestation mit CCS (Combined Charging System) lässt sich die geleerte Batterie laut Hersteller innerhalb einer Stunde zu 80 Prozent wieder aufladen. An einer Wallbox mit 7,2 kWh Wechselstrom dauert dies 4 Stunden und 15 Minuten und an einer haushaltsüblichen 2,3-kWh-Steckdose benötigt der Citigo-e iV eine Ladezeit von 12 Stunden und 43 Minuten.

Der Skoda Citigo-e iV ist bereits zu haben, der Skoda Enyac wird voraussichtlich Anfang 2021 auf die Straße rollen. Wer sich allerdings schon jetzt für ein Elektro-SUV interessiert, der sollte sich Modelle wie zum Beispiel den Kia e-Niro oder auch den Audi e-tron oder den Mercedes EQC anschauen.

 

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