20. Mai 2020   Bildung & Uni Recht Tools

Lupl: Offene Plattform für Rechtsberatung von CMS und Cooley

Peter Huber Credit CMS 300x200
Peter Huber ©CMS

Legal Tech. Ende 2020 startet mit Lupl.com eine neue internationale Plattform für den Informationsaustausch zwischen Rechtsabteilungen und Anwaltskanzleien.

Eine Gruppe von Anwaltskanzleien und Unternehmen habe sich zusammengeschlossen, um mit Lupl eine offene Plattform für Rechtsberatung zu entwickeln. Das Projekt sei das Ergebnis einer zwölfmonatigen Zusammenarbeit von Syndikusanwälten mit Anwaltskanzleien, um gemeinsame Probleme im Zusammenhang mit der Bearbeitung von Rechtsangelegenheiten zu lösen. Gemeinsam repräsentiere die Gruppe rund 10.000 Anwälte in cirka 100 Rechtsordnungen.

Initiiert wurde die Entwicklung der Plattform von den drei internationalen Anwaltskanzleien CMS, Cooley und Rajah & Tann Asia, die durch ein Beratungsgremium bestehend aus Rechtsabteilungsleitern von 16 Unternehmen unterstützt wird. Zum breiteren Kreis teilnehmender Anwaltsfirmen zählen laut den Angaben auch Slaughter and May, Corrs Chambers Westgarth in Australien, Khaitan & Co in Indien sowie One Essex Court in London.

Die neue Online-Plattform Lupl habe das Ziel, alle mit einer Rechtssache zusammenhängenden Informationen an einem sicheren Ort zu synchronisieren, um die Zusammenarbeit von Anwaltskanzleien und Rechtsabteilungen zu vereinfachen. „Wir bei CMS hatten immer das Gefühl, dass echte Veränderung in der Branche eine kollektive Verschiebung der Denkweise erfordert, um geschützte, geschlossene Systeme und eine Abneigung gegen Zusammenarbeit zu eliminieren. Indem wir die Entwicklung von Lupl unterstützen, hoffen wir, beispielgebend dafür sein zu können, wie sich unterschiedliche Ökosysteme von Innovatoren, Syndikusanwälten und niedergelassenen Rechtsanwälten sowie anderen Fachleuten zusammenbringen lassen, um in den kommenden Jahrzehnten eine transformative Veränderung in unserer Branche herbeizuführen“, so Peter Huber, Partner und Head of Corporate Transactions bei CMS in Wien.

Offen für jede Rechtsabteilung und Anwaltskanzlei

Der offene Ansatz bedeute, dass jede Rechtsabteilung und jede Anwaltskanzlei Lupl nützen kann und, dass jeder Technologieanbieter die Möglichkeit hat, sich über offene APIs einzubinden. Matt Pollins, CCO von Lupl: „Als wir mit der Entwicklung von Lupl begannen, war es unsere Absicht, Anwälten in Echtzeit eine komplette Übersicht über ihre Fälle zu liefern – an ihrem Arbeitsplatz, zu Hause oder von unterwegs. Aufgrund der zunehmenden Verlagerung in Richtung verteilt arbeitende Teams und mobiles Arbeiten wussten wir, dass die Nachfrage nach einem solchen Tool kommen würde, aber die Krise hat diese Verlagerung viel stärker beschleunigt, als wir uns das jemals gedacht hätten.“

Lupl wurde mit Unterstützung von Heidi Gardner, Faculty Chair und Distinguished Fellow an der Harvard Law School, Autorin von „Smart Collaboration“ sowie des demnächst erscheinenden „Smart Collaboration for In-House Legal Teams“, entwickelt. Die Plattform wird derzeit in einem nicht-öffentlichen Beta-Modus getestet. Der offizielle Launch für die breite Öffentlichkeit sei für Ende 2020/Anfang 2021 geplant. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite lupl.com.

 

    Weitere Meldungen:

  1. Legal Operations Konferenz Ende Juni in Köln
  2. Unternehmen setzen auf Recht der Innovationen
  3. E-Control: Markus Helmreich ist Leiter der Rechtsabteilung
  4. Top-Nachrichten: Neues im Recruiting von Taylor Wessing, Kärntner Anwälte arm trotz Heta-Prozessen und mehr