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Finanz

Nachhaltige Geldanlagen: Fehlt das Zauberwort?

@ejn

Finanzmarkt. Bei Finanzprodukten ist Nachhaltigkeit ein beliebter Werbeslogan geworden. Eine neue Studie zeigt jetzt aber, dass viele Anleger noch zögern. Das Wort „Rendite“ gehört demnach stärker eingesetzt.

Obwohl das Thema Nachhaltigkeit in den Medien viel Aufmerksamkeit erhält und die Anleger die Wichtigkeit von ökologischen, sozialen und ethischen Aspekten bei der Auswahl von Anlagen betonen, werden nachhaltige Anlagen aktuell nur wenig genutzt: Das ist jedenfalls das Ergebnis einer von der LGT Bank Österreich beauftragten Studie über das Anlegerverhalten im deutschsprachigen Raum.

  • Die Hälfte der Befragten ist demnach der Meinung, dass nachhaltige Vermögensanlagen helfen würden, ethische Standards in der Wirtschaft durchzusetzen, soziale Bedingungen zu verbessern und die Umwelt und das Klima zu schützen.
  • Ein Großteil zeigt sich sogar „besorgt“ über den Klimawandel (83%) und die sich zunehmend öffnende Schere zwischen Armen und Reichen (75%).
  • Ebenfalls signalisieren 43% ein großes Interesse an der Integration von ESG-Kriterien (Environmental, Social und Governance) in Anlagen, nachhaltigen Fonds (48%), Impact Investing und Microfinance (55%).
  • Zwischen diesen Aussagen und dem tatsächlichen Verhalten klafft allerdings eine große Lücke: Nur gerade 5% des Vermögens von österreichischen Anlegern ist auch wirklich nach nachhaltigen Kriterien investiert, so die Studie.

„Hartnäckiges Vorurteil vom vermeintlichen Rendite-Nachteil“

Die Anleger gewichten in ihrer Wahrnehmung reine Renditeüberlegungen klar höher als Umwelt- oder soziale Aspekte, heißt es. 25% der österreichischen Private-Banking-Kunden sind nämlich der Meinung, dass die Rendite von nachhaltigen Anlagen im Gegensatz zu traditionellen Anlagen generell niedriger sei.

„Es ist den Instituten nicht wirklich gelungen, den Anlegern eine fundierte Informationsbasis zu Nachhaltigkeit zu vermitteln. Es scheint, als ob sie das Thema gegenüber außen stärker forcieren als in der Kundenberatung. Dadurch könnten auch hartnäckige Vorurteile gegenüber nachhaltigen Anlagen, wie der vermeintliche Renditenachteil, abgebaut werden“, so der Studienleiter Univ.-Prof. Teodoro D. Cocca von der Uni Linz.

 

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