29. Jun 2020   Business Finanz Recht

VSV-Chef Kolba geht gegen Wirecard AG vor

Wien/Berlin. VSV-Obmann Peter Kolba will für Geschädigte von Wirecard gemeinsam mit der deutschen Kanzlei Kälberer & Tittel aufmarschieren.

Die Wirecard AG hat nach dem Verschwinden von Milliardenbeträgen Insolvenzantrag gestellt. Der Börsewert der Firma ist im Keller, Aktionäre hätten große Schäden erlitten, beklagt in Österreich der Verbraucherschutzverein (VSV): Er will Klein-Aktionären bei der Durchsetzung von Schadenersatz helfen, wie VSV-Obmann Peter Kolba ankündigt.

Aufmarschieren in der Insolvenz

Der deutsche Vertrauensanwalt des VSV, Andre Tittel von der Kanzlei Kälberer & Tittel in Berlin, sammle geschädigte Aktionäre und plane die Einbringung einer Massenklage nach dem deutschen Kapitalanleger Musterverfahrensgesetz (KapMuG). Gemeinsam mit Kälberer & Tittel ist der VSV in der Vergangenheit u.a. auch schon im Fall der Pleite von Thomas Cook aufgetreten.

Zur Kasse bitten will die deutsche Kanzlei laut ihrer Website zunächst einmal die Wirecard AG selbst. Ob die Insolvenz der Muttergesellschaft auf Tochtergesellschaften – etwa die Wirecard Bank – durchschlagen wird, sei derzeit unklar, so Kolba: „Die Einlagen bei der Wirecard Bank sind in der deutschen Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person abgesichert. Sollte es da ebenfalls zu Problemen kommen, wird der VSV ebenfalls Hilfen anbieten.“

 

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