07. Jul 2020   Recht

Zürich baut Windkraft-Imperium mit WFW und weitere Deals

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Wirtschaftskanzleien. WFW berät die Zürcher ewz bei der Entwicklung von 10 Windparks in Kooperation mit Ostwind. Neue Deals gibt es u.a. auch bei Luther, Noerr und Freshfields.

Die internationale Wirtschaftskanzlei Watson Farley & Williams (WFW) hat das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) bei einer Kooperation mit Ostwind International SAS zur Entwicklung und der Errichtung von zehn in Frankreich geplanten Windparks beraten.

Die zehn Windparkprojekte mit insgesamt 69 Turbinen befinden sich laut den Angaben im Nordosten und Südwesten von Frankreich und zwar in der Nähe der bereits bestehenden ewz-Windparks Epinette, Gaincourt, Autremencourt und Vihiersois. Bis zum Jahr 2027 sollen alle Windparkprojekte umgesetzt sein.

Die zehn Windparks haben eine Gesamtleistung von ca. 175 MW und werden bei Fertigstellung rund 450 GWh Strom produzieren. Die ewz-Windproduktion werde nach der Inbetriebnahme der Windparks auf rund 1,5 TWh steigen, was knapp einem Drittel der heutigen Stromproduktion von ewz entspricht. Die Zusammenarbeit zwischen ewz und Ostwind gehe über die Bauphase hinaus und umfasst auch den gemeinsamen Betrieb der Windparks. Die Transaktion wurde bei WFW federführend vom Hamburger Corporate-Partner und Leiter der deutschen Praxis Marcus Bechtel betreut.

Apotal verkauft an die Zur Rose-Gruppe

Der Gründer Heinz-Peter Fichter und weitere Gesellschafter haben den Versandhandel der Online-Apotheke Apotal sowie die Diabetes-Aktivitäten an die börsennotierte Zur Rose-Gruppe aus der Schweiz veräußert. Im Einzelnen handele es sich um die Versandhandelsaktivitäten für rezeptfreie und verschreibungspflichtige Medikamente, Gesundheits- und Kosmetikartikel sowie die Diabetes-Versandhandelsaktivitäten.

Der Abschluss der Transaktion stehe noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamts und werde für das dritte Quartal 2020 erwartet. Ein CMS-Team um Lead Partner Christoph Lächler hat den Gründer der Apotal-Gruppe Heinz-Peter Fichter und weitere Gesellschafter bei dem Verkaufsprozess beraten. Die besondere Herausforderung dabei war die Strukturierung der Transaktion vor dem Hintergrund apothekenrechtlicher Vorgaben, heißt es.

Mit den 1,1 Millionen zusätzlichen Kunden von Apotal erhöhe die Zur Rose-Gruppe den Abstand zur Nummer zwei in Europa um 50 Prozent. Die Schweizer Zur Rose-Gruppe ist laut den Angaben Europas größte E-Commerce-Apotheke und eine der führenden Ärztegrossistinnen in der Schweiz. Bekannt ist u.a. ihre Apothekenmarke „DocMorris“.

Noerr berät Kaufland beim Erwerb von real.de

Unter Leitung von Gerald Reger und Maurice Séché hat die Kanzlei Noerr die Kaufland-Gruppe beim Erwerb des Real Digital Business beraten. Das Real Digital Business bestehe vor allem aus dem Internet-Marktplatz „real.de“. Verkäufer ist der Investor SCP. Die Transaktion bedarf noch der kartellrechtlichen Freigabe.

Weiters hat Noerr unter der Leitung ihres Münchner Partners Holger H. Ebersberger die BTV Multimedia GmbH bei einer strategischen Übernahme beraten. Im Rahmen einer Buy-and-Build-Strategie übernehme die BTV Multimedia Group konkret die Mehrheit der Anteile an der österreichischen FIONIS GmbH. Fionis ist als Systemintegrator im Glasfaserbereich tätig.

Luther berät StudySmarter bei Finanzierungsrunde

Die Corona-Krise treibt die Digitalisierung in Deutschland enorm voran, vor allem EdTech-Start-ups erleben starken Aufwind, heißt es bei der Wirtschaftskanzlei Luther: Das Münchner Start-up StudySmarter hat jetzt eine weitere Seed-Finanzierungsrunde abgeschlossen. Neben bestehenden Investoren ist Dieter von Holtzbrinck Ventures als Lead-Investor eingestiegen.

Luther hat das EdTech-Start-up StudySmarter in der Finanzierungsrunde beraten. Die zusätzlichen Ressourcen werden vor allem in die weitere technische Entwicklung der StudySmarter-Plattform investiert, um Nutzer noch individueller und intelligenter im Lernprozess zu unterstützen, heißt es. Darüber hinaus sollen sie StudySmarter ermöglichen, sich als führende Lernplattform im DACH-Raum zu etablieren und damit die Nutzerzahlen signifikant zu steigern.

Freshfields berät Volkswagen bei E-Mobilitäts-Transaktion in China

Die internationale Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer hat die Volkswagen AG bei einer Investition in die Anhui Jianghuai Automobile Group (JAC Motors) beraten. Bei der Transaktion handele es sich um den bisher größten M&A-Deal im chinesischen Elektrofahrzeugsektor.

Für rund eine Milliarde Euro übernimmt Volkswagen einen Anteil von 50 Prozent an JAC Motors und erhöhe zugleich seinen Anteil am bestehenden Joint Venture JAC-Volkswagen von 50 auf 75 Prozent. Das Projekt ist Teil der von der Regierung der Volksrepublik China beschlossenen „mixed ownership“-Reform für staatliche Unternehmen.

Das Freshfields-Team umfasste die Partner Yuxin Shen und Alan Wang (Corporate) sowie Ninette Dodoo für kartellrechtliche Themen.

 

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