16. Jul 2020   Business Motor Recht

Aus Peugeot und Fiat Chrysler wird Stellantis

©ejn

Paris. Der Name des neuen Konzerns nach dem Zusammenschluss von Fiat Chrysler (FCA) und der Groupe PSA (Peugeot) wird „Stellantis“ lauten.

Peugeot SA (Groupe PSA) und Fiat Chrysler Automobiles (FCA) setzen einen augenfälligen Schritt auf dem Weg zum Abschluss ihrer 50:50-Fusion gemäß dem am 18. Dezember 2019 angekündigten Kombinationsvertrag: Sie haben nun den neuen Firmennamen der Gruppe offiziell verkündet – „STELLANTIS“.

Ein Rückbezug auf die Sprachgeschichte

Stellantis gehe auf das lateinische Verb „stello“ zurück, was „mit Sternen aufhellen“ bedeutet. Der Name sei inspiriert von der neuen und ehrgeizigen Gruppierung berühmter Automobilmarken und starker Unternehmenskulturen. Man wolle einen „neuen Marktführer in der nächsten Ära der Mobilität schaffen und gleichzeitig den außergewöhnlichen Wert ihrer Bestandteile bewahren“.

Der Prozess zur Identifizierung des neuen Namens begann laut den Angaben kurz nach Bekanntgabe des Kombinationsvertrags und unter Beteiligung der Chefetagen beider Unternehmen. Beraten hat dabei die Publicis Group.

Der Name Stellantis soll allerdings ausschließlich auf Konzernebene als Unternehmensmarke verwendet werden – Peugeot, Fiat usw. bleiben als Marken erhalten. Der nächste Schritt in dem Prozess werde die Enthüllung eines Logos sein. Der Abschluss des Zusammenschlusses werde voraussichtlich im ersten Quartal 2021 erfolgen – vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen, einschließlich der Genehmigung durch die Aktionäre beider Unternehmen auf ihren jeweiligen außerordentlichen Hauptversammlungen und der Erfüllung der kartellrechtlichen und sonstigen regulatorischen Anforderungen.

Die neue Nummer 4 der Welt

Der neue Konzern kommt mit einem Absatzvolumen von rund 8,7 Millionen Fahrzeugen pro Jahr auf etwa 170 Milliarden Euro Umsatz. Stellantis wird damit die Nr. 4 auf dem Weltmarkt sein, hinter Volkswagen, Toyota und Renault-Nissan. Auf die 400.000 Mitarbeiter kommt nach den Erwartungen der Marktbeobachter gleichzeitig aber ein harter Sparkurs zu: So gilt es, sich für mehr E-Mobilität zu rüsten, während die Branche gleichzeitig noch die Absatzeinbußen der Corona-Krise verkraften muss.

 

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