03. Aug 2020   Business Recht Tools

A-Trust: Die Handy-Signatur im EU-Auslandseinsatz

Sujet 15 Millionen User Credit ejn 300x200
©ejn

Wien. Sichere Signaturen sorgen für Rechtssicherheit, so Österreichs Anbieter A-Trust: Die Handy-Signatur werde bereits häufig auch im EU-Ausland eingesetzt.

Rund 1,5 Millionen UserInnen verwenden die kostenfreie Handy-Signatur von A-Trust, mit der rund 200 Services aus der öffentlichen Verwaltung und über 4.000 Anwendungen aus der Privatwirtschaft in Anspruch genommen werden können. Die Coronavirus-Pandemie mit ihren Abstandsregeln hat dazu wie berichtet beigetragen.

A-Trust sieht die steigende Nutzung in den Bereichen E-Government, E-Commerce und E-Health als Beweis, dass es gelungen sei, das Vertrauen in sichere Kommunikationswege zum Datenaustausch zwischen der Bevölkerung, den Wirtschaftstreibenden und den Behörden zu festigen.

Grundsätzlich unterscheiden Anbieter mehrere Formen bzw. Stufen der elektronischen Signatur. Nicht alle angebotenen Lösungen erlauben tatsächlich eine europaweite rechtssichere digitale Geschäftstätigkeit, so A-Trust. Diese werde garantiert durch Verschlüsselungs- und Signatur-Lösungen von eIDAS-qualifizierten Vertrauensdiensteanbietern. Michael Butz, CEO von A-Trust: „Als nach eIDAS akkreditierter qualifizierter Vertrauensdiensteanbieter für elektronische Zertifikate können wir rechtssichere Anwendungen zur Verfügung stellen, die den höchsten Security-Standards und Compliance-Richtlinien entsprechen – sowohl im privaten Lebensumfeld als auch in der Wirtschaft und bei den Behörden.“

Unterschiedliche Zertifikate für unterschiedliche Anforderungen

Die eIDAS-Verordnung regelt den Einsatz von Vertrauensdiensten und der elektronischen Identifizierung in der Europäischen Union und definiert unter anderem die Anforderungenan „elektronische Signaturen“, „fortgeschrittene elektronische Signaturen“ und„qualifizierte elektronische Signaturen“. Alle Signaturen sind prinzipiell rechtskräftig, unterscheiden sich jedoch in ihren Anwendungsbereichen.

  • Für Transaktionen, die mit geringen rechtlichen Risiken verbunden sind, etwa beim Versand und der Bearbeitung firmeninterner Dokumente, ist die einfache elektronische Signatur ausreichend, so A-Trust. Sie sei auch als Beweismittel in Rechtsstreitigkeiten zugelassen.
  • Die fortgeschrittene elektronische Signatur wird zusätzlich durch Normen geregelt, die in einem Streitfall die Prüfung der Gültigkeit erleichtern, und eigne sich daher gut für rechtlich anspruchsvollere Transaktionen wie den Abschluss unbefristeter Verträge oder den Versand von Rechnungen.
  • Den höchsten Sicherheitsgrad bietet die qualifizierte elektronische Signatur, sie entspricht der eigenhändigen Unterschrift und ist für stark regulierte Bereiche wie Finanzen, Arbeitsrecht oder auch Amtswege – wie beispielsweise Volksbegehren – geeignet, so A-Trust.

Im Gegensatz zu anderen Signaturen, müssen qualifizierte elektronische Signaturen von EU-GeschäftspartnerInnen akzeptiert werden, wird betont: Nur sie besitzen gemäß der eIDAS-Verordnung die gleiche Rechtswirkung wie eine handschriftliche Unterschrift.

Vielfältige Einsatzgebiete

Tatsächlich gibt es inzwischen eine Reihe von Beispielen, wo die Handy-Signatur innerhalb der EU zum Einsatz kommt, so A-Trust: So werde sie beim Videodolmetschen praktisch europaweit verwendet. Vor allem in Deutschland finde das Projekt, z.B. in Justizvollzugsanstalten, großen Anklang. „Per Live-Video in die Justizvollzugsanstalt“ titelte vor einiger Zeit dazu die deutsche Tageszeitung Die Welt. So seien etwa 64 Prozent der Gefangenen in Hamburgs größter Haftanstalt Ausländer. Die damit einhergehenden Verständigungsprobleme können im Alltag zu Spannungen, in manchen Situationen sogar zu ernsthaften Problemen führen – und Video-Dolmetscher sollen durch rasche Verfügbarkeit einspringen. Die DolmetscherInnen können Niederschriften von Einvernahmen online und rechtssicher unterschreiben. Die Daten werden ausschließlich im österreichischen Hochsicherheitszentrum von A-Trust archiviert, erläutert A-Trust den Dienst.

Über 1.2 Mio. Deutsche haben mittlerweile auch eine Handy-Signatur verwendet, um online einen Vertrag bzw. Kredit abzuschließen. Ein solcher Ratenkauf sei beispielsweise bei der Mediamarkt/Saturn-Gruppe möglich, und zwar online über Videoidentverfahren von WebID. Die Authentifikation erfolge dabei via Handy-Signatur. Und natürlich wird die österreichische Handy-Signatur auch von vielen Auslandsösterreichern verwendet, um damit sicher und online Amtswege zu erledigen.

 

    Weitere Meldungen:

  1. Shortseller bleiben bis 18.12.2020 an der kurzen Leine
  2. Covid-19 verändert Kundenverhalten grundlegend
  3. Weitere Fristerstreckung bei Krediten
  4. Covid-19: Die Regeln für Gastro, Shopping, Events ab 14.9.