
Finanzierungen. Gleiss Lutz begleitet Alcentra bei der Restrukturierung der Arwe-Gruppe. TeamViewer schichtet um mit Freshfields und weitere Deals.
Ein Team der deutschen Wirtschaftskanzlei Gleiss Lutz hat den international tätigen Direct-Lending-Fonds Alcentra bei seinem Engagement bei der Münchner Arwe-Gruppe beraten, u.a. auch zu den Folgen der Corona-Pandemie.
Zunächst beriet Gleiss Lutz laut den Angaben Alcentra außergerichtlich zu einer Brückenfinanzierung und dem beabsichtigten Erwerb der deutschen Arwe-Gruppe. Im anschließenden Insolvenzverfahren über das Vermögen von Teilen der Arwe-Gruppe beriet das Team im Zusammenhang mit den verschiedenen insolvenzrechtlichen Optionen und der Durchführung eines Investorenprozesses. Anschließend war Gleiss Lutz im Rahmen des Erwerbs der französischen und englischen Tochtergesellschaften für Alcentra tätig.
Alcentra ist eine globale Vermögensverwaltungsfirma mit Hauptsitz in London und Büros in New York und Boston sowie Vertretungen in San Francisco, Singapur und Hongkong. Alcentra verwaltete zum 31. Mai 2020 ein Vermögen von 38,8 Milliarden US-Dollar mit unterschiedlichen Anlagestrategien.
Die Arwe-Gruppe ist ein Mobilitäts-Dienstleister für Automobilhersteller, -händler und Autovermietungsgesellschaften. Die Gruppe hatte bis zur Insolvenzeröffnung ca. 4000 Mitarbeiter an insgesamt 500 Standorten.
Im Gleiss Lutz-Team waren Matthias Tresselt (Partner, Restrukturierung, Stuttgart) und Kai Birke (Partner, beide Federführung), Eva Reudelhuber (Partner, beide Finance, beide Frankfurt), Alexander Nagel (Counsel), Jan Magnus Neudenberger (beide Restrukturierung, Düsseldorf), Jan-Alexander Lange, Anastasia Dressler (beide Finance, Frankfurt).
Freshfields berät TeamViewer bei Finanzierungsstruktur
Freshfields Bruckhaus Deringer hat die TeamViewer AG bei der Änderung ihrer syndizierten Kredit- und Darlehensfazilitäten beraten. Die neuen Bedingungen und Konditionen spiegeln die Entschuldung und das verbesserte Kreditprofil wider, die durch die positive Geschäftsentwicklung des Unternehmens seit dem Börsengang im September 2019 entstanden sind, so die Kanzlei.
Die Änderungen umfassten u.a. eine Erhöhung der revolvierenden Kreditfazilität von 35 auf 150 Millionen Euro, eine damit einhergehende Reduzierung des US-Dollar-Tilgungsdarlehens von 450 Millionen auf 340 Millionen US-Dollar, und eine deutliche Verringerung der Zinssätze. Dadurch spare TeamViewer ab 2021 jährlich rund 5 Millionen Euro an Zinszahlungen. Das Freshfields-Team umfasste Michael Josenhans (Federführung), Yara Bevaart und Vanessa Steiner (alle Finance).
Hengeler Mueller berät ista bei Konsortialfinanzierung
Die ista Gruppe, ein Anbieter für Energiedienstleistungen, hat mit einem internationalen Bankenkonsortium eine neue Konsortialfinanzierung über 1,85 Mrd. Euro abgeschlossen. Die deutsche Wirtschaftskanzlei Hengeler Mueller hat ista bei der Transaktion beraten.
Die Höhe der Verzinsung sei an die Erreichung bestimmter Nachhaltigkeitsziele geknüpft. Als Bookrunning Mandated Lead Arrangers agierten die China Construction Bank (Europe), Commerzbank, ING Bank, Landesbank Baden-Württemberg, Sumitomo Mitsui Banking Corporation und UniCredit Bank. Tätig waren bei Hengeler Mueller die Partner Johannes Tieves sowie Associate Tom Shingler (beide Finanzierung, Frankfurt).
White & Case berät Ado Properties bei Anleihe
Wirtschaftskanzlei White & Case hat das Luxemburger Immobilienunternehmen ADO Properties S.A. bei der Emission einer vorrangigen unbesicherten Unternehmensanleihe mit einem Gesamtvolumen von 400 Mio. Euro beraten.
Die Anleihe hat eine Laufzeit bis 2025, einen festen jährlichen Zinskupon von 3,250 Prozent und wird am Euro MTF Markt der Luxemburger Börse gelistet, heißt es weiter. White & Case beriet ADO zuletzt u.a. bei der Übernahme von Adler Real Estate. Das White & Case Team unter der Federführung von Partner Gernot Wagner umfasste die Partner Rebecca Emory, Karsten Wöckener und Thilo Diehl (alle Capital Markets), Andreas Lischka und Vanessa Schürmann (beide Banking), die Local Partnerin Cristina Freudenberger (Capital Markets) sowie die Associates Daniel Rogits, Robert Nachama, Peter Becker und Daniel Sander (alle Capital Markets, alle Frankfurt).
Noerr berät TAG bei Platzierung einer Wandelanleihe
Die deutsche Kanzlei Noerr hat die TAG Immobilien AG bei der Platzierung einer Wandelanleihe über 470 Millionen Euro sowie dem teilweisen Rückkauf bestehender Wandelschuldverschreibungen beraten. Für die TAG war ein Noerr-Team um die Partner und Kapitalmarktrechtler Laurenz Wieneke, Julian Schulze De la Cruz (beide Frankfurt) und Stephan Schulz (Hamburg) tätig.
Die neu begebenen Wandelschuldverschreibungen mit einer Laufzeit bis 2026 werden mit einem Kupon von 0,625 % p.a. verzinst. Sämtliche 4.700 Teilschuldverschreibungen mit einem Nominalbetrag von jeweils EUR 100.000 wurden im Rahmen einer Privatplatzierung unter Ausschluss der Bezugsrechte der Aktionäre der Gesellschaft ausschließlich bei institutionellen Investoren platziert, so die Kanzlei. Die Gesellschaft hat die Einbeziehung der neuen Wandelschuldverschreibungen in den Handel im Open Market (Freiverkehr) an der Frankfurter Wertpapierbörse beantragt.
Mit den Nettoerlösen der Emission sollen u.a. Akquisitionen über 163 Millionen Euro in Deutschland finanziert und Verwässerungseffekte für die Aktionäre aus den ausstehenden Wandelschuldverschreibungen reduziert werden. Gleichzeitig hat die TAG ausstehende Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von EUR 131 Mio. von ihrer bestehenden 262-Millionen-Euro-Wandelanleihe im Rahmen eines sog. Reverse Bookbuilding-Verfahrens von Gläubigern zurückgekauft.
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