02. Sep 2020   Business Finanz Recht

Windpark-Großprojekt mit BA, EIB und Wolf Theiss

©ejn

Erneuerbare Energie. EIB und Bank Austria finanzieren einen burgenländischen Rekord-Windpark um 143 Mio. Euro. Kanzlei Wolf Theiss ist dabei behilflich.

Der im Burgenland ansässige Windpark zähle nach seinem Ausbau zu einem der größten in Österreich, heißt es bei Wirtschaftskanzlei Wolf Theiss. Sie hat die Europäische Investitionsbank EIB und die UniCredit Bank Austria dabei beraten.

Repowering macht Windparks stärker

Österreich möchte bis 2030 100 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien gewinnen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden in der Vergangenheit bereits wichtige Schritte in Form von Ausbau und Erneuerung (Repowering) von Windparks gesetzt, heißt es bei der Bank Austria: Eines dieser Repowering-Projekte befindet sich im Burgenland in den Gemeinden Gols und Mönchhof.

Die Bauarbeiten hierzu haben im Herbst 2019 begonnen und werden voraussichtlich Ende 2021 abgeschlossen sein. Der gesamte Windpark soll über eine Leistung von 143 Megawatt verfügen und rund 90.000 Haushalte mit Strom aus erneuerbarer Energie versorgen. Mit 26 Turbinen sei das Projekt einer der größten Windparks in Österreich.

Betrieben werden die Anlagen von der Püspök Group, einem burgenländischen Familienunternehmen, das seit Ende der 1990er Jahre Windparks in Österreich entwickelt und betreibt und derzeit 160.000 Haushalte in Österreich mit Strom versorge.

Die Finanzierung

Das Gesamtvolumen an Fremd- und Eigenkapital der geplanten Investitionen in den Windpark beläuft sich auf 143 Millionen Euro. Die Europäische Investitionsbank stellt im Rahmen des Fremdkapitals von insgesamt 107,4 Millionen Euro ein Direktdarlehen in Höhe von 71,6 Millionen Euro sowie einen über die UniCredit Bank Austria durchgeleiteten Kredit in Höhe von 35,8 Millionen Euro bereit. Das Direktdarlehen der EIB ist durch eine Garantie des Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) besichert.

Statements und Team

Lukas Püspök, Geschäftsführer der Püspök Gruppe: „Das aktuelle Repowering-Projekt zeigt durch die Verdreifachung der Stromproduktion auf der gleichen Fläche, welche technologischen und wirtschaftlichen Fortschritte die letzten 20 Jahre in der Windkraftnutzung gebracht haben. Es stellt einen Meilenstein auf dem Weg zur Erreichung der österreichischen Klimaziele dar. Für die Bewältigung der Klimakrise braucht es auch weiterhin große Anstrengungen. Langfristig positive Rahmenbedingungen für den Ausbau der ‚Erneuerbaren‘ müssen endlich Realität werden.“

„Nachhaltige Energieversorgung, digitale und soziale Infrastruktur sowie Umwelttechnologien sind Standortfaktoren, die für die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Region unerlässlich sind“, so Wolf Theiss-Partner Andreas Schmid.

Wolf Theiss zeichnete bei dem Projekt für die Beratung der Finanzierung, Due Diligence und die Finanz-Dokumentation verantwortlich. Unter der Federführung von Partner Andreas Schmid waren Partner Leopold Höher, Senior Associate Georg Harer, Associate Vilma-Reeta Kivilahti, Associate Victoria Mohler (alle Projects, Energy & Infrastructure sowie Banking & Finance), Partner Karl Binder, Consultant Tanja Melber, Consultant Iris Riepan, Associate Michael Meindl (alle Real Estate) sowie Counsel Eva Stadler (Tax) im Wolf Theiss Team vertreten.

 

    Weitere Meldungen:

  1. Woom holt frisches Geld mit BDO, Herbst Kinsky, E&H
  2. Energie, Gesundheit dominieren die Digital Top50 Awards 2020
  3. UNIQA-Gruppe geht mit Dentons nach Deutschland
  4. Börsengänge bei Hengeler Mueller, Latham und Hogan Lovells