02. Okt 2020   Business Recht

Woom holt frisches Geld: Die Berater (Update)

Bezdeka, Ihlenfeld, Dohm ©woom

Klosterneuburg. Beim Fahrradhersteller woom gehen Bregal, Florian Gschwandtner und weitere Investoren an Bord. Beraten haben BDO, Herbst Kinsky, Eisenberger & Herzog sowie Schönherr (Update).

Das 2013 gegründete österreichische Kinderfahrrad-Unternehmen woom holt sich frisches Geld für die Expansion: Eine Investorengruppe rund um das Beteiligungsunternehmen Bregal Unternehmerkapital, Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner, den Unternehmer Stefan Kalteis und andere erwirbt laut den Angaben knapp ein Drittel der Gesellschaftsanteile.

Die woom-Gründer Marcus Ihlenfeld und Christian Bezdeka behalten die Zwei-Drittel-Mehrheit und damit die Kontrolle über Unternehmen. Mit diesem strategischen Investment will woom Internationalisierung und Digitalisierung vorantreiben sowie neue Produktionsstandorte in Europa erschließen; man wachse derzeit rasant, heißt es.

Die neuen Anteilsverhältnisse

Dabei geht konkret ein Anteil von ca. 27 Prozent an Bregal Unternehmerkapital. Die übrigen knapp 6 Prozent kommen von Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner, dem Unternehmer Stefan Kalteis sowie den drei deutschen Investoren Alexander Kudlich, Ludwig Ensthaler und Florian Leibert.

“Wir sind sehr stolz auf das, was wir in den letzten sieben Jahren erreicht haben”, so woom CEO Christian Bezdeka, der das Unternehmen 2013 zusammen mit Marcus Ihlenfeld gegründet hat: “Dass wir jetzt mit neuem Kapital weiter wachsen, um noch mehr Kinder weltweit fürs Radfahren zu begeistern und die steigende Nachfrage zu befriedigen, ist der logische nächste Schritt.”

Mit den Partnern soll nun eine europäische Fahrradproduktion aufgebaut werden, konkret in Polen. Dadurch kommen Erzeugung und Nachfrage nahe zusammen, was Teil der Nachhaltigkeitsstrategie von woom sei. Weiterhin in Asien wird jener Teil der Fahrräder produziert, der für den Raum Asien-Pazifik und Amerika bestimmt ist. Kinderräder von woom kosten zwischen 179 und rund 3.000 Euro: Aktuell ein Wachstumsbereich sind e-Bikes für die Kids.

Strategisches Investment

“Verantwortung und Nachhaltigkeit prägen unsere Geschäftstätigkeit. In diesem Sinne haben wir auch unsere Partner gewählt”, erklärt der neue woom-Geschäftsführer Guido Dohm, der das operative Geschäft seit einem halben Jahr leitet, neben den beiden CEOs Ihlenfeld und Bezdeka. Bregal Unternehmerkapital habe als „Familieninvestor“ einen wertebasierten Investitionsansatz, fokussiert auf sozial verträgliche, langfristige Wertschaffung.

Florian Gschwandtner von Runtastic begründet sein Investment: “woom ist für mich eines der besten Unternehmen in Österreich. Das Potenzial ist unglaublich. woom hat sowohl in der Digitalisierung, als auch im Bereich eBike das Zeug dazu, ein ‘Unicorn’ zu werden.”

Die Minderheitsbeteiligung wurde von Paul Fattinger und Jörg Schönbacher von  BDO Austria abgewickelt. Unterstützung kam laut woom von den Rechtsanwälten Christoph Wildmoser von der Kanzlei Herbst Kinsky sowie Peter Winkler und Josef Schmidt von der Kanzlei Eisenberger & Herzog. Update: Wirtschaftskanzlei Schönherr hat Stefan Kalteis und Florian Gschwandtner bei ihrem Investment in woom vertreten.

 

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