07. Okt 2020   Business Motor

BMW verkauft 10.000 vollelektrische Mini

Mini Cooper SE ©Mini / guenterschmied.com

Automarkt. BMW hat im dritten Quartal trotz Corona-Krise ein Absatzplus erzielt. Bei den Konzerntöchtern glänzt der neue elektrische Mini. Insgesamt legten die BMW-Stromer um 50 Prozent zu.

Konkret hat die BMW Group mit HQ in München im dritten Quartal 2020 mit 675.680 Fahrzeugen gegenüber Vorjahr ein Absatzwachstum von 8,6 Prozent erzielt. Erwartungsgemäß spiegele das Absatzergebnis von Jänner bis September unterdessen die globalen Auswirkungen der Corona-Pandemie wider: Das Unternehmen hat in diesem Zeitraum weltweit 1.638.316 (‑12,5%) Fahrzeuge seiner durchwegs im Premium-Marktsegment angesiedelten Marken BMW, MINI und Rolls-Royce abgesetzt.

„Trotz der anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie ist es uns gelungen, unseren Absatz im dritten Quartal dank unserer starken Modellpalette gegenüber Vorjahr zu steigern“, so Pieter Nota, Mitglied des Vorstands der BMW AG, zuständig für Kunde, Marken und Vertrieb.

Ausgesprochen zufrieden sei man dabei mit dem Absatzzuwachs von knapp fünfzig Prozent bei den elektrifizierten Fahrzeugen. Damit sei Elektromobilität ein substantieller Wachstumstreiber für BMW geworden. Seit Jahresbeginn hat die BMW Group demnach rund 10.000 vollelektrische MINI ausgeliefert. „Das zeigt, wie begehrt dieses Fahrzeug bei unseren Kunden ist“, so Nota.

Deutliche Erholung im dritten Quartal

Im dritten Quartal wurden 9,8 Prozent mehr BMW Fahrzeuge (585.336 Einheiten) verkauft als im Vorjahreszeitraum. Dabei sehen sich die Bayern mit ihren neuen Modellen punkten, darunter dem BMW 2er Gran Coupé, der überarbeiteten BMW 5er Reihe oder dem BMW X3, der seit Kurzem in insgesamt vier verschiedenen Antriebsvarianten verfügbar ist. Insgesamt wurden in den ersten neun Monaten des Jahres allerdings Corona-bedingt 11,3 Prozent weniger BMW Automobile ausgeliefert.

Die zu BMW gehörende Marke MINI hat per September insgesamt 208.144 Fahrzeuge verkauft, das bedeutet ein Minus von 20 Prozent. Im dritten Quartal verzeichneten die Minis dann allerdings ein Absatzplus von 1,9 Prozent, heißt es weiter.

Rolls-Royce Motor Cars hat in den ersten drei Quartalen des Jahres insgesamt 2.651 (‑28,5%) Fahrzeuge ausgeliefert. Im dritten Quartal stieg der Absatz laut den Angaben aber um 54% gegenüber dem vorherigen Quartal (Q2 2020). Man erwarte ein starkes 4. Quartal. Der neue „Ghost“ wurde im September vorgestellt, die ersten Auslieferungen sind Ende des vierten Quartals geplant.

Von Januar bis September wurden zudem 129.599 Motorräder verkauft (-5,4%), davon 52.892 Einheiten im dritten Quartal, was einer Absatzsteigerung von +20,9% gegenüber Vorjahr entspricht.

„Elektromobilität als Wachstumstreiber“

In den ersten neun Monaten des Jahres hat die BMW Group laut den Angaben weltweit insgesamt 116.381 (+20,0%) elektrifizierte Fahrzeuge der Marken BMW und MINI ausgeliefert. Mit 54.719 Einheiten habe das Unternehmen bei elektrifizierten Fahrzeugen im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Absatzplus von 46,6 Prozent erzielt.

Die neuen Plug-in-Hybrid-Varianten des BMW X2, des BMW 3er oder der BMW 5er Reihe nehmen dabei laut den Bayern eine führende Rolle ein. Auch der vollelektrische MINI Cooper SE sei im Jahresverlauf mit bislang rund 10.000 verkauften Einheiten bei den Kunden sehr beliebt. Noch 2020 startet jetzt die Auslieferung des vollelektrischen BMW iX3. Im nächsten Jahr kommen dann auch der BMW i4 und BMW iNEXT.

Bis 2030 plane das Unternehmen, mehr als sieben Millionen elektrifizierte Fahrzeuge auf der Straße zu haben; zwei Drittel davon vollelektrisch. 2023 werde der Konzern bereits 25 elektrifizierte Modelle anbieten, darunter auch eine vollelektrische Variante der nächsten BMW 7er Generation sowie des BMW X1 und des BMW 5ers.

Auf ihrem Heimatmarkt Deutschland hat die BMW Group im dritten Quartal übrigens einen Absatzzuwachs von 12,1% erzielt (85.579 Fahrzeuge): Der Absatz elektrifizierter Fahrzeuge legte um 44 Prozent zu und habe inzwischen einen Anteil am Gesamtabsatz von rund zwölf Prozent. Auf dem gesamten europäischen Markt liegt das Absatzplus der Stromer laut BMW bei 85,1%, in Nordamerika um 28,2%.

 

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