31. Dez 2020   Business Recht

Immobilien-Deals bei Schönherr, CMS und mehr

Martin Ebner, Matthias Pressler ©Schönherr

Wien / Frankfurt. Schönherr betreut die Hypo Vorarlberg bei Immo-Verbriefungen. DIC Asset übernimmt „LOOK21“ in Stuttgart mit CMS und weitere Mandate.

Der börsenotierte deutsche Immobilien-Investor DIC Asset AG übernimmt zum Jahreswechsel Bauteil B des Objekts „LOOK 21“ im Zentrum von Stuttgart für rund 122 Millionen Euro für einen Alternativen Investmentfonds (AIF). Das Objekt ist langfristig an einen Mieter aus dem Infrastruktursektor vermietet. Verkäufer ist die USWM-Immobilien GmbH, die zu Südwestmetall (Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg) und dem Unternehmensverband Südwest gehört, heißt es weiter.

Ein Team von CMS Deutschland um die Partner Philipp Schönnenbeck, Daniel Voigt, Thomas Link und Markus Pfaff hat die DIC Asset AG bei dem Ankauf und der Finanzierung des Objekts beraten.

Auch bei einem weiteren aktuellen Deal war CMS in dieser Zusammensetzung behilflich: Die DIC Asset AG übernimmt zum Jahreswechsel für mehrere institutionelle Investoren im Wege eines Share Deals die Liegenschaft Kleyerstraße 86 in Frankfurt am Main. Anteile des Objekts gehen, zusammen mit drei anderen Immobilien, als Startportfolio in einen neu aufgelegten offenen Spezial-AIF mit Zielvolumen von 1,6 Milliarden Euro über. Nutzer der Immobilie ist das Ordnungsamt der Stadt Frankfurt am Main.

Die DIC Asset AG, mit Sitz in Frankfurt am Main, ist eines der führenden deutschen börsennotierten Immobilienunternehmen. Das Unternehmen betreut, eigenen Angaben zufolge, 189 Objekte mit einem Marktwert von rund 8,7 Milliarden Euro.

Görg berät beim Projekt „Hellerhöfe“ in Frankfurt

Die deutschen Kanzleien Görg und Ebner Stolz beraten bei einem Joint Venture der F.A.Z.-Gruppe, dem Projektentwickler Bauwens und dem Family Office Daniel Hopp zur Projektentwicklung „Hellerhöfe“ im Frankfurter Gallusviertel.

Die Verlagsgesellschaft der F.A.Z. und das Medienhaus Frankfurter Societät einerseits und die Bietergemeinschaft Unternehmensgruppe Bauwens / Family Office Daniel Hopp andererseits gründen laut den Angaben ein Joint-Venture für die Quartiersentwicklung „Hellerhöfe“. Hierbei handelt es sich um ein knapp 24.000 qm großes Areal im Frankfurter Gallusviertel und um den derzeitigen Standort der F.A.Z.-Gruppe.

Die F.A.Z.-Gruppe will voraussichtlich Ende 2022 in den derzeit im Bau befindlichen FAZ-Tower, ein Büro- und Geschäftshochhaus im Frankfurter Europaviertel, umziehen.

An dem Joint Venture sind F.A.Z. / Frankfurter Societät und Bauwens / Family Office Daniel Hopp mit jeweils 50 Prozent beteiligt. Zunächst werde in enger Abstimmung mit der Stadt Frankfurt ein zweiphasiger städtebaulicher Realisierungswettbewerb durchgeführt, dessen Ergebnisse die Grundlage für den aufzustellenden Bebauungsplan bilden sollen. Ziel ist eine gemischt-urbane Quartiersentwicklung mit einem Wohnanteil von 75 bis 80 Prozent, Kindertagesstätten und ergänzenden wohnverträglichen Gewerbenutzungen. Die Fertigstellung des neuen Quartiers mit rund 650 Mietwohnungen ist für 2027 vorgesehen.

White & Case berät Adler bei Verkauf von Immo-Portfolio an Omega AG

White & Case hat die Adler Real Estate AG, eine Tochter der Adler Group S.A, beim Verkauf eines Immobilienportfolios mit einem Volumen von 75,7 Mio. Euro beraten. Das Portfolio umfasst 1.605 deutsche Wohn- und Gewerbeeinheiten, die sich in Borna, Osterholz-Scharmbeck und Schwanewede befinden. Der Abschluss der Transaktion werde für März 2021 erwartet.

Zum White & Case Team unter Federführung von Partner Rostyslav Telyatnykov (Real Estate, Frankfurt) gehörten Partner Stefan Bressler (M&A/Corporate, Hamburg) und Local Partner Tim Bracksiek (Tax, Frankfurt) sowie die Associates Anne-Sophie von Koester, Nane Jütting (beide Real Estate) und Patrick Schoelles (M&A/Corporate, alle Frankfurt).

Schönherr berät Hypo Vorarlberg bei Immodarlehen-Verbriefung

Wirtschaftskanzlei Schönherr hat die Hypo Vorarlberg bei der synthetischen Verbriefung eines Portfolios von Darlehen an KMUs, größere Unternehmen und Privatpersonen in der Höhe von insgesamt 330 Mio. Euro beraten.

Mit der Transaktion soll eine regulatorische Kapitalentlastung gemäß CRR (II) / CRD IV (V) erreicht werden. Die Transaktion baue auf einer ähnlichen Verbriefung auf, die mit Unterstützung von Schönherr bereits Ende 2017 abgeschlossen wurde. Sie ist Teil der Unterstützung der österreichischen Wirtschaft, die die Europäische Investitionsbank (EIB) nach dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie zugesagt hat.

Die regulatorische Kapitalentlastung, die sich aus dieser Transaktion ergibt, soll Hypo Vorarlberg bei der Finanzierung des Baus neuer hochenergieeffizienter Gebäude, einschließlich gebäudeintegrierter Anlagen für erneuerbare Energien, sowie bei thermischen Sanierungsprogrammen bestehender Gebäude in Österreich unterstützen. Durch diese Transaktion mit Hypo Vorarlberg will der Europäische Investitionsfonds (EIF) (und die Europäische Investitionsbank) – in Umsetzung der „Green Deal Agenda“ – energieeffizienzbezogene Investitionen unterstützen.

  • Das Schönherr-Team bestand aus Martin Ebner (Partner) und Matthias Pressler (Counsel). Zusammen mit Clifford Chance (Frankfurt) berieten die Schönherr-Experten die Hypo Vorarlberg hinsichtlich deutschrechtlicher Aspekte der Transaktion.
  • Der Europäische Investitionsfonds (EIF) und die Europäische Investitionsbank (EIB) wurden von Linklaters (Frankfurt) beraten.

 

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