10. Feb 2021   Business

Hotels bleiben trotz Krise im Fokus von Investoren

©ejn

Studie. Trotz anhaltender Corona-Krise rechnet rund die Hälfte aller Investoren und Hotelbetreiber mit einem Aufschwung in 2021, so Christie & Co.

Christie & Co hat seinen jährlichen Bericht für den Hotelinvestitionsmarkt in Europa veröffentlicht. Dieser beleuchtet die Auswirkungen von Covid-19 auf die Hotelmärkte in Österreich, Deutschland und den CEE-Ländern.

Die Ergebnisse: Mit dem ersten Lockdown im März 2020 standen die Hoteliers vor der Herausforderung, ihre Betriebsergebnisse zu stabilisieren oder die strategische Entscheidung einer Schließung zu treffen. Mit dem erneuten Lockdown im Dezember bekamen auch die Winterdestinationen die negativen Auswirkungen der Einschränkungen für den Tourismus zu spüren und Planungen und Prognosen wurden noch schwieriger.

Die Situation nach den Lockdowns

In Österreich hat sich 2020 laut Bericht ein sehr starker Trend zum Inlandstourismus herauskristallisiert, was insbesondere für Hotels in Urlaubsregionen teilweise zu noch besseren Ergebnissen als in den Vorjahren geführt hat.

Spürten osteuropäische Länder wie Kroatien zu Beginn der Saison einen deutlichen Einbruch, so konnten sie sich dank einer guten Sommersaison erholen, da die Verbreitung des Virus noch gering war und die Reisebeschränkungen zumindest bis August gelockert wurden.

Vergleichsweise stark betroffen waren hingegen Städtedestinationen mit Fokus auf Freizeitgäste wie Prag und Budapest, die beide starke Rückgänge verzeichneten.

Stimmung in Österreich bleibt positiv

Der Optimismus für die Erholung ist in den verschiedenen Ländern gemischt:

  • In Österreich sind 50% der befragten Marktteilnehmer positiv gestimmt, während in Frankreich 36% und in Spanien und Portugal nur 21% der Befragten einer Erholung zuversichtlich gegenüberstehen.
  • 74% der Befragten in Österreich und Deutschland orten neue Chancen in der Branche, wie Wachstum durch den Erwerb von durch die Krise geschwächten Objekten.
  • In allen befragten Ländern sind mehr als 50% der Befragten der Meinung, dass die Immobilienpreise im Jahr 2021 sinken werden.
  • In Österreich und Deutschland glauben jeweils 46% der Befragten, dass die Preise stabil oder steigen werden.

Die Investorennachfrage bleibt bestehen: „Das Interesse der Investoren ist nach wie vor vorhanden, vor allem für großvolumige Objekte und Resorthotels. Einige Banken finanzieren weiterhin Hotels, sind aber vorsichtiger und durchleuchten das gesamte Finanzierungspaket genauer, um sicherzustellen, dass Kriterien wie ein nachhaltiges Pachtniveau und eine vernünftige Lage berücksichtigt werden“, so Lukas Hochedlinger, Managing Director Central & Northern Europe bei Christie & Co.

 

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