30. Apr 2021   Business Recht

45% der SCS verkauft, Arnold und Wolf Theiss helfen

SCS ©DraganDok

Vösendorf/Wien. Unibail-Rodamco-Westfield verkauft 45 Prozent der Shopping City Süd (SCS) an Crédit Agricole Assurances. Wolf Theiss und Arnold beraten.

Die SCS hat eine Fläche von rund 200.000 m², 300 Geschäfte und zieht jährlich rund 25 Millionen Besucher an: Damit ist sie das 8-größte Einkaufszentrum Europas. Nun verkauft Unibail-Rodamco-Westfield (URW) einen Minderheitsanteil an die Crédit Agricole Assurances: Der Vertrag hinsichtlich des Verkaufs einer 45%-Beteiligung wurde laut den Angaben am 28. April 2021 abgeschlossen.

Der Netto-Angebotspreis für die gesamte Immobilie belaufe sich auf 1,065 Milliarden Euro. Die beiden Partner schlossen gleichzeitig einen Joint Venture Vertrag ab, aufgrund dessen URW u.a. mit der langfristigen Fortsetzung des Property und Asset Management der SCS betraut werden soll.

Laut eigenen Angaben will URW mit der Transaktion seine Kapitalstruktur verbessern, auch für andere Standorte seien ähnliche Deals geplant. Die Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahresende 2022 europäische Vermögenswerte im Wert von 4 Milliarden Euro zu verkaufen. Ob dafür auch weitere Immobilien in der Region in Frage kommen – URW gehört u.a. auch das Wiener Donauzentrum – wurde nicht bekanntgegeben. In der Coronavirus-Pandemie hat URW wie die meisten anderen Retailer deutliche Umsatzrückgänge erlitten, nun hofft die Branche aber auf den Aufschwung.

Die Beratungsteams

Die SCS-Transaktion stehe unter üblichen, z.B. kartellrechtlichen, Bedingungen. Das Closing soll im 3. Quartal stattfinden.

  • Beraten wurde URW bei der Transaktion rechtlich von Wirtschaftskanzlei Wolf Theiss, die auch schon in der Vergangenheit für URW tätig war. Federführender Partner war Peter Oberlechner (Immobilien, M&A).
  • Ein immobilienrechtliches Team der Kanzlei unter Leitung von Partnerin Birgit Kraml führte eine Vendor Due Diligence durch, erstellte ein „Legal Factbook“, und kümmert sich um das Streamlining des Immobilienportfolios des Centers, heißt es weiter: Senior Associates Christian Frick, Sandra Seldte, und Victor-Leon Eggenberger; Associates Natascha Johannik, Tina Vollmann, und Stefanie Winnar.
  • Die kartellrechtlichen Verfahren in und außerhalb von Österreich erfolgen unter der Leitung von Kartellrechtspartner Günter Bauer und Sebastian Hinterdorfer, Associate. Partner Leo Höher (Banking & Finance) bearbeitet Finanzierungsthemen in Zusammenhang mit der Transaktion.
  • Partner Hartwig Kienast (Corporate) betreut konzerninterne Verschmelzungen in Vorbereitung des Closing. Aus dem Corporate Bereich von WT haben weiters u.a. Clara Gordon (Partnerin), Carolin Ziegler (Consultant), und Thomas Malle (Associate) unterstützt.
  • Im Vorfeld der Transaktion arbeitet die Kanzlei Hügel (Florian Gibitz) an der Ausgliederung einiger Assets.
  • Mit der steuerrechtlichen Betreuung der Transaktion sind auf Seite von URW die KPMG (Hans Zöchling, Bettina Matzka, Nicole Skala, Roman Zierler u.a.) und PWC (Marius Richter, Matthias Rotte, Gerald Eibisberger u.a.) betraut.
  • URW wird weiters durch Morgan Stanley als Investmentbank beraten. Die französischrechtliche Betreuung von URW ist in der Hand der französischen Sozietät Gide Loyrette Nouel (Didier Martin, Baptiste Ferraud).
  • Die Transaktion wird auf Seite von URW „Inhouse“ durch Damien Leveille-Nizerolle (M&A, Paris), Mariana Antal (Finance, Wien), Paul Douay (Operations, Wien) und Alexander Sedelmayer (Legal, Wien) betreut.
  • Die Crédit Agricole Assurances wird von Arnold Rechtsanwälte unter Federführung von Florian Arnold beraten.

 

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