28. Mai 2021   Business Finanz

FMA: Wertpapierfirmen setzen auf professionelle Kunden

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Wien. Österreichs konzessionierte Wertpapierunternehmen betreuen rund 51 Mrd. Euro an Kundenvermögen. Davon stammen 90% von Profi-Anlegern, so die FMA.

Die österreichischen Wertpapierunternehmen haben sich in den vergangenen Jahren als Finanzdienstleister für institutionelle Investoren profiliert:

  • Die 112 von der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) konzessionierten Wertpapierfirmen und Wertpapierdienstleistungsunternehmen haben im Vorjahr zusammen ein Kundenvermögen von rund 51 Mrd. Euro betreut, wobei ihnen der weitaus überwiegende Teil des Geldes, nämlich 90,41%, von professionellen Kunden anvertraut wurde.
  • Bei der individuellen Portfolioverwaltung, in der insgesamt 23,2 Mrd. Euro gemanagt werden, beträgt der Anteil der professionellen Kunden 93,4% (gemessen am verwalteten Vermögen).
  • Gemessen an den Umsatzerlösen (d.h. Einnahmen aus der Vermögensverwaltung) macht die Portfolioverwaltung mit 88,5 Mio. Euro mehr als 50% des Geschäfts aus.
  • Überdies verwalten die in Österreich tätigen Wertpapierfirmen als Drittmanager von Investmentfonds 12,7 Mrd. Euro.

Großkunden und externer Vertrieb

Neben dem hohen Anteil an professionellen Kunden sowie der Betreuung von Großkunden und Verwaltung großer Volumina liege verstärkt ein Fokus auf dem externen Vertrieb. 40% der Wertpapierunternehmen setzen externe Vermittler ein, ihr Anteil am Umsatz beträgt in etwa 25%.

Sowohl bei Privatkunden als auch bei professionellen Kunden setzen die heimischen Wertpapierunternehmen laut FMA vor allem auf eine dynamische Veranlagungsstrategie. Insbesondere professionelle Kunden bewegen sich vermehrt weg von konservativen und hin zu dynamischen Veranlagungsstrategien, heißt es.

Bei den eingesetzten Finanzinstrumenten dominieren Investmentfonds gemäß der EU-Richtlinie betreffend bestimmte Organismen für gemeinsame Anlage in Wertpapieren (OGAW) und Alternative Investmentfonds (AIF) sowie Aktien und Anleihen, so die FMA.

 

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